Max Keil behauptet den Ball in einer umkämpften Partie. Foto: Melanie Bürkle

Die Drittliga-Handballer des SV Kornwestheim sind nach dem 32:29-Erfolg bei der SG Köndringen-Teningen seit elf Spielen ungeschlagen.

Die Lurchis sind weiterhin nicht zu stoppen: Auch im elften Spiel in Folge blieb der SV Salamander Kornwestheim ungeschlagen. Bei der SG Köndringen-Teningen feierten die Drittliga-Handballer von Cheftrainer Alexander Schurr einen 32:29 (16:13)-Auswärtserfolg und bauten damit ihre Tabellenführung weiter aus.

 

Voll besetzt war die kleine Sporthalle in Teningen am Sonntagabend nicht. Das lag weniger an fehlendem Vertrauen in den potenziell abstiegsbedrohten Gastgeber, als vielmehr am fast zeitgleich stattfindenden Finale der DHB-Auswahl gegen Dänemark. Den Kornwestheimern kam die zurückhaltende Kulisse entgegen, denn in der engen Halle sitzt das Publikum nur knapp einen Meter vom Spielfeldrand entfernt.

Halle wegen EM-Finale nicht voll besetzt

Unbeeindruckt davon legten die Kornwestheimer los. Vor allem defensiv präsentierte die Schurr-Sieben wieder eine überragende Leistung. Die Lurchis blieben äußerst stabil und konsequent. SVK-Torhüter Niko Henke trug seinen Teil dazu bei, setzte ein Ausrufezeichen und entschärfte früh einen Siebenmeter. Im Angriff hakte es zunächst immer wieder. Gegen die robuste Abwehr der SG mangelte es vor allem an der Treffsicherheit, zu viele Abschlüsse landeten in den Händen von SG-Keeper Vincent Lutz.

Dennoch erspielten sich die Kornwestheimer früh eine Zwei-Tore-Führung (7:5 nach 15 Minuten). Bis zur 24. Minute wiederum gelang es den Hausherren zum 10:10 auszugleichen. Doch die Lurchis konnten auch vor der Halbzeitpause noch einmal Akzente setzen und gingen mit einer 16:13-Führung in die Kabine.

Coach Alexander Schurr gratuliert seinen Spielerin zu einer Topleistung. Foto: Andreas Essig

Zu Beginn der zweiten Spielhälfte stellte die Schurr-Sieben direkt die Weichen. Mit drei Treffern in Folge setzten sie sich auf 19:14 ab. Nun rückte auch SVK-Keeper Jan Tinti zusehends in den Fokus und trug mit starken Paraden dazu bei, dass Kornwestheim bis zur 40. Minute auf 22:16 davonzog. Den Vorsprung von fünf Toren behaupteten die Lurchis in der Folge souverän, weil der Gastgebern den Lurchis nicht mehr gefährlich werden konnte. Spätestens als der stark aufspielende Luke Kaysen – er verwandelte insgesamt sieben Treffer - zu Beginn der Crunch-Time auf 28:21 erhöhte, war die Vorentscheidung gefallen. Einer kurzen Aufholjagd der SG zum 24:28 (55.) konterte Tim Zeppmeisel knallhart mit dem Treffer zum 29:24. Damit waren jegliche Träume des Gastgebers, noch einmal heranzukommen, zerschlagen. Die Schurr-Sieben spielte die Partie nun souverän zu Ende. Ungefährdet brachten die Kornwestheimer den Erfolg über die Zeit und siegten mit 32:29.

Tore und Spielzeit für fast alle Akteure

In einem insgesamt eher sehr kampfbetonten Spiel sammelten die Lurchis die nächsten beiden Punkte ein und liegen nun fünf Zähler vor dem nächsten Verfolger, dem HC Erlangen 2. Bemerkenswert: Nahezu alle Spieler trugen sich in die Torschützenliste ein. Schurr nutzte die Partie, um allen Akteuren Spielzeit zu geben und Vielspieler zu entlasten. „Alle Jungs haben das top gemacht“, lobte der Trainer. „Wir wissen alle, wie schwierig solche Auswärtsspiele sind.“

SVK: Henke, J. Tinti – Reu (1), Keil (1), Zeppmeisel (2), Kazmeier (8/4), C. Tinti (2), Lanig, Lantella (5), Kaysen (7), Döll (1), Kägler (2), Joneleit (3).