Jade Oral kommt von der SG Schozach/Bottwartal nach Wolfschlugen. Foto: /Ralf Poller

Frauenhandball-Drittligist TSV Wolfschlugen hat für die kommende Saison zwei Ab- und zwei Zugänge – und ansonsten viel Kontinuität.

Die Drittliga-Handballerinnen des TSV Wolfschlugen haben die Personalplanung für die kommende Saison abgeschlossen. Man kann zusammenfassen: Der Kader wird gleich groß und ähnlich stark sein wie in der laufenden Runde, in der das Team zurzeit auf Platz zwei steht. Folgerichtig will Coach Simon Hablizel in der Spielzeit 2025/2026 „wieder da oben mitspielen“.

 

Es läuft zurzeit sehr viel sehr gut bei den Wolfschlugenerinnen. Aber warum soll sich das in der kommenden Saison nicht – mindestens – wiederholen? „Der Trainer ist zufrieden“, sagt Hablizel, der seinen Vertrag bereits Mitte Januar verlängert hatte und in Raphael Sauter künftig einen neuen Assistenten an seiner Seite haben wird. Carolin Lösch steht ihm sogar schon sofort zur Verfügung, denn sie kommt vom Regionalligisten TV Nellingen, der sein Team aus dem Spielbetrieb zurückgezogen hat. „So kann sie sich gleich integrieren“, sagt Hablizel über die 25-jährige Linkshänderin, „sie kann uns auf der rechten Seite Impulse geben.“

Im Sommer kommt dann Jade Oral vom Wolfschlugener Ligakonkurrenten SG Schozach/Bottwartal dazu. „Ich freue mich sehr auf sie“, sagt Hablizel über die Rückraumspielerin, die vor knapp einem Jahr mit dem SV Salamander Kornwestheim im Final Four um die deutsche A-Jugend-Meisterschaft stand, damals aber schon mit einem Zweitspielrecht auch für Schozach/Bottwartal auflief. „Sie kann die Position von Anna übernehmen“, erklärt Hablizel und erinnert damit daran, dass die Wolfschlugenerinnen auch den Abgang von zwei Leistungsträgerinnen verkraften müssen: Anna Tonn beendet ihre Karriere, Ronja Slawitsch wird im Ausland studieren.

Aber natürlich findet es Hablizel auch sehr gut, dass die allermeisten Spielerinnen bleiben – denn es läuft ja. 15 Handballerinnen haben ihren Vertrag verlängert, darunter die stets umworbene Führungsspielerin Maike Wohnus, das Torhüterinnen-Duo Monik Thiemann und Meike Schmied sowie die nach einer langwierigen Knieverletzung gerade zurückgekehrte Benita Braune und Tamara Andreas, die wiederum aufgrund eines Kreuzbandrisses noch lange fehlen wird. „Wir haben einen großen Kader, das ist in dieser Saison ein Grund für unseren Erfolg“, sagt der Trainer – obwohl, oder auch weil es wenig Verletzungspech gab. So konnte Hablizel ohne Leistungsverlust wechseln. „Das wollte ich wieder“, fügt er hinzu.

Was die laufende Rest-Runde betrifft, so wollen die Wolfschlugenerinnen Platz zwei verteidigen, obwohl sie gemeinsam mit der Vereinsführung beschlossen haben, an der Aufstiegsrelegation, zu deren Teilnahme diese Platzierung berechtigt, nicht teilzunehmen. Der drei Punkte entfernte Spitzenreiter HSG Freiburg hat zuletzt Punkte liegen lassen, dennoch geht Hablizel davon aus, „dass es schwerer wird, unseren Platz zu verteidigen“. Der Dritte HCD Gröbenzell hat wiederum drei Punkte weniger als die Wolfschlugenerinnen und ist der Gegner im nächsten Heimspiel am 16. März. Davor geht es am kommenden Samstag (18 Uhr) noch zum Schlusslicht TSV Schwabmünchen. „Nach diesen zwei Spielen wissen wir etwas mehr, wohin die Reise geht“, sagt der TSV-Coach. An die Kaderplanung für die Saison 2025/2026 haben er und die Macher um den sportlichen Leiter Oliver Rieker schon einen Knopf gemacht.