Schwarze B-Klasse-Modelle stehen bald in Berlin und Hamburg zum Verleih Foto: Daimler

Die deutschen Autobauer engagieren sich immer stärker auf dem Markt für Leihautos. Daimler kündigte am Dienstag an, von Mitte Februar an erstmals mit jeweils 100 B-Klasse Fahrzeugen in Hamburg und Berlin an den Start zu gehen. Mit der neuen Offensive will sich Daimler besser aufstellen.

Stuttgart - Die deutschen Autobauer engagieren sich immer stärker auf dem Markt für Leihautos. Daimler kündigte am Dienstag an, von Mitte Februar an erstmals mit jeweils 100 B-Klasse Fahrzeugen in Hamburg und Berlin an den Start zu gehen. Mit der neuen Offensive will sich Daimler besser aufstellen. „Wir sprechen damit eine breitere Kundengruppe an und ermöglichen auch Langstreckenfahrten“, sagt Robert Henrich, Geschäftsführer der Daimler Mobility Services GmbH. Erst vor zwei Wochen hatte Daimler angekündigt, Mitte des Jahres sein Carsharing-Angebot mit dem der Bahn zu verknüpfen. Bisher besteht die Flotte nur aus Smart, die meist für Kurzstrecken genutzt werden.

Die ausschließlich schwarzen B-Klasse-Modelle können an speziell gekennzeichneten Parkplätzen angemietet werden und überall wieder abgestellt werden. Nach der einmaligen Registrierung ist eine zusätzliche Reservierung nicht mehr notwendig. In der Pilotphase bis zum Frühjahr können das Angebot jedoch nur ausgewählte Car2go Kunden nutzen.

Mit 10 000 Leihautos an 25 Standorten weltweit ist Daimler ein Vorreiter des Carsharing. Doch auch die Konkurrenz hat den Markt längst entdeckt. BMW (DriveNow) verleiht 2300 Fahrzeuge an den Standorten Berlin, Hamburg, München, Köln, Düsseldorf und San Francisco. VW ist mit Quicar bisher nur in Hannover vertreten.

Vor allem in Berlin tobt der Wettbewerb. Hier sind 890 BMW der 1er-Reihe sowie Mini unterwegs. Daimler hat 1200 Smart sowie demnächst 100 B-Klasse Fahrzeuge am Start. Daimler-Chef Dieter Zetsche hält mit Carsharing-Konzepten bis zum Jahr 2020 eine Milliarde Umsatz für möglich.

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