Im neuen Anbau entstehen zusätzliche Räume. Foto: Annina Baur

Der Abenteuerspielplatz Mauga Nescht erhält einen Anbau. Die Eröffnung ist im Juni.

Bad Cannstatt - Feste Ferienbetreuung, ein erweitertes Angebot und enge Kooperationen mit den Schulen in der Umgebung bescheren dem Abenteuerspielplatz Mauga Nescht von Jahr zu Jahr mehr Zulauf. „Mindestens 40 Kinder kommen täglich zu uns“, sagt der Mitarbeiter Andi Bürkle.

Von mehr Räumen träumen er und seine Kollegen aber nicht nur wegen des Platzmangels: „Ein abgeschlossener Raum fehlt uns bisher.“ Dies habe die möglichen Angebote eingeschränkt, sagt Bürkle und berichtet unter anderem von dem Versuch, einen Computerraum einzurichten. „Wenn die Kinder, die einen Computerführerschein machen wollen, nur durch einen Paravent von denen in der Küche getrennt sind, können sie sich nicht konzentrieren.“ Fantasiereisen oder Entspannungstechniken sind unmöglich, es sei denn, die anderen Kinder spielen draußen.

Das Erdgeschoss ist barrierefrei zu erreichen

Doch zum 25-jährigen Bestehen des Abenteuerspielplatzes wird der Wunsch erfüllt. Seit Anfang März wird am Mauga Nescht gebaut. Zwei neue Räume entstehen in dem Anbau. „Den unteren Raum nennen wir unseren Bildungsraum“, sagt Bürkle. Zwei PC-Arbeitsplätze und eine Leseecke werden dort eingerichtet; der Raum soll überwiegend für medienpädagogische Angebote genutzt werden. Das Erdgeschoss wird auch für Rollstuhlfahrer und Kinderwagen problemlos zu erreichen sein. Der Eingang wird mit einer Rampe barrierefrei gemacht und ein rollstuhlgerechte Toilette eingebaut.

Der zweite Raum, der im Obergeschoss entsteht, ist den Mitarbeitern des Mauga Neschts vorbehalten. Er soll Büro, Vorbereitungs- und Besprechungsraum sein, aber auch die Möglichkeit für ungestörte Gespräche mit Eltern bieten.

200.000 Euro kostet der Umbau

Im Mai können die Mitarbeiter anfangen, das Büromaterial aus seinem Interimslager, einem kleinen Container im Garten, in den neuen Raum schaffen. Die Eröffnung des Anbaus ist für den 15. Juni geplant, wenn das Mauga Nescht sein 25-jähriges Bestehen mit einem Sommerfest für Kinder und Eltern feiert. „Wir sind im Zeitplan und zuversichtlich, dass alles klappt“, sagt Bürkle.

200.000 Euro kostet der Umbau, 78 000 Euro steuert die Stadt Stuttgart bei. Der Rest wird über große und kleine Spenden finanziert; allein 53 000 Euro kommen über das Diakonische Werk bei der Glücksspirale. Nicht zuletzt packt jeder mit an. „Wir haben viele ehrenamtliche Helfer, die beim Schutt wegfahren, Wände einreißen und Streichen helfen“, sagt Bürkle.

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