Wengerter bei der Arbeit Foto: privat

Für die Wengerter kam der Frost genau zur rechten Zeit: Der Bad Cannstatter Eiswein ist gelesen.

Hallschlag - Empfindlich sein darf ein Wengerter grundsätzlich nicht – und schon gar nicht, wenn er Eiswein haben möchte. Für die süße Rarität müssen die Trauben nämlich bei mindestens minus sieben Grad oder sogar noch kälterer Witterung gelesen und verarbeitet werden.

Als sich die Mitglieder der Cannstatter Weingärtner am vergangenen Sonntag in der Früh um fünf Uhr in die schneebedeckten Weinberge am Cannstatter Zuckerle aufmachten, zeigte das Thermometer minus zehn Grad und war damit optimal für die Eisweinlese geeignet. Gut drei Stunden später hatten die 30 Helfer ihre wertvolle Ernte an der Kelter an der Rommelstraße abgeladen, wo die Arbeit des Kellermeisters Thomas Zerweck erst richtig begann.

Schließlich müssen die Trauben für Eiswein nicht nur bei Minusgraden geschnitten, sondern auch verarbeitet werden, weshalb Zerweck besonders schnell arbeiten musste. Letztendlich habe sich der Aufwand aber gelohnt: „Sowohl die Menge als auch die Qualität der Trauben machen mich sehr zufrieden“, sagt Zerweck. 500 Liter Traubensaft aus Früchten mit einem Zuckergehalt zwischen 150 und 155 Grad Oechsle haben die Weingärtner am Sonntag geerntet. Im Frühjahr 2013 wird es die ersten Flaschen davon geben.

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