Für jedes Alter soll es Bildungsmöglichkeiten geben. Foto: dpa

Miteinander vernetzte Bildungsangebote sind ein zentraler Bestandteil der Sozialen Stadt.

Bad Cannstatt - Bildung ist der Schlüssel für soziale Integration. Davon sind die Verantwortlichen der Sozialen Stadt ebenso überzeugt wie die Bürgerinnen und Bürger, die sich an dem Prozess beteiligen. Dreh- und Angelpunkt für die von unterschiedlichen Trägern angebotenen und geförderten Projekte und Angebote soll das Familien- und Nachbarschaftszentrum werden, das an der Stelle des Gebäudes Am Römerkastell 69 auf dem Hallschlag entstehen soll .

Wie eine Galerie soll dieses Zentrum organisiert sein, sagte Antje Fritz vom Stadtteilmanagement dem Bezirksbeirat Bad Cannstatt in dessen jüngster Sitzung. Das bedeutet, dass es einerseits Angebote geben wird, die wie die Elternsprechstunde oder das Elterncafé direkt im Zentrum angesiedelt sind. Wichtig sei „die Öffnung nach innen und außen“. So sollen die Elternbegleiter und Rucksackmütter nicht nur innerhalb des Zentrums aktiv sein, sondern auch ein Netzwerk zu den Eltern an den Kindertageseinrichtungen und Schulen im Stadtteil aufbauen. Andere Angebote wie zum Beispiel die Internationale Bücherecke sind zwar außerhalb des Zentrums angesiedelt, werden aber durch das Projekt „Lesestart“ an das Familienzentrum gekoppelt.

Bildungsangebote für jedes Alter

Ziel der verschiedenen Projekte ist es, individuelle Bildungsangebote zu schaffen – und zwar nicht nur für Kinder, sondern auch für deren Eltern sowie Seniorinnen und Senioren. Für ältere Menschen mit türkischem Migrationshintergrund gibt es etwa ein spezielles Gedächtnistraining in ihrer Muttersprache. Auch für alleinerziehende Mütter und Väter steht ein Beratungsangebot zur Verfügung.

Anlaufstelle für alle Generationen will das Projekt „Hallschlag lernt“ sein. Das Selbstlernzentrum in der Bottroper Straße wird aus Mitteln der Neuen Arbeit, des Europäischen Sozialfonds sowie des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung finanziert. Angeboten werden unter anderem Computer-Kurse, Sprachtrainings für Migranten, Hilfe bei Bewerbungen, aber auch Möglichkeiten, Stuttgart besser kennzulernen.Die Ziele sind hoch gesteckt: 400 Menschen aus dem Stadtteil will das Lernzentrum zum Lernen ermutigen, mindestens 20 Prozent der dort lernenden Menschen ohne Arbeit sollen wieder in ein Arbeitsverhältnis kommen, sagte Klaus Zimmer von der Neuen Arbeit dem Bezirksbeirat.

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