Wer einen Kürbis vor die Tür stellt, bekommt Besuch – von Zombies, Hexen und Vampiren. Foto: dpa/Fabian Strauch

Der Abend vor Allerheiligen ist für grusligen Schabernack reserviert. Wir zeigen sieben Trends, denen Sie auf Partys und an der Haustüre begegnen könnten: vom roten Anzug über den blutigen Hackfuß bis zum Hausverbot im eigenen Heim.

Stuttgart - Halloween steht vor der Tür – und mit ihm aufgekratzte Kinderhorden, die mit dem Ruf „Süßes! Sonst gibt’s Saures!“ durch die Orte ziehen. Sieben Trends, die ihnen am Abend vor Allerheiligen begegnen könnten.

 

Ganz in Rot

Anfang der 80er rannte Arnold Schwarzenegger in Stephen Kings „Running Man“ zum Gaudium des Publikums um sein Leben. Heute besorgen das die Darsteller der südkoreanischen Serie „Squid Game“, die ratzfatz zur erfolgreichsten Netflix-Serie aller Zeiten mutierte. Der Wiedererkennungswert eines roten Wärteranzugs oder dem Grün der Spieler ist also garantiert. Wer schon als Darsteller der spanischen Netflix-Serie „Haus des Geldes“ unterwegs war, kann das Kostüm ohne viel Aufwand recyceln und ist doch voll im Trend.

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Bitte schön blutig!

Wer Gäste zur Halloweenparty erwartet, muss auch etwas Passendes auf den Tisch stellen. Optisch unschlagbar gruselig und auch geschmacklich grenzwertig: der blutige Hackfuß, den Aldi Süd auf seiner Internetseite anpreist. Das Rezept ist von überschaubarer Komplexität und selbst für Kochverweigerer geeignet: Einfach aus dem mit Salz und Pfeffer abgeschmeckten Schweinemett einen Fuß formen. Als Zehennägel dienen zurechtgeschnittene Zwiebelschichten. Den Rest der Zwiebel als Knochen in das Bein stecken, etwas Ketchup – fertig ist der blutige Hackfuß. Klingt eklig? Richtig, aber das war doch auch der Sinn der Sache.

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Grusel-Gruß

Halloween ist eigentlich nicht so Ihr Ding, Sie wollen aber trotzdem die Gelegenheit nutzen, mal wieder Freunde einzuladen? Eine Fußmatte mit der Aufschrift „Boo“ würdigt den festlichen Anlass und bricht ihn doch ironisch. Der Gast merkt die Absicht und ist – leicht – belustigt. Ein Accessoires, das selbst Herzpatienten nicht überfordern sollte. Falls Ihnen dann doch der Sinn nach Schaudern stehen sollte, können Sie immer noch zu Edgar Allan Poes gesammelten Werken greifen. Erhältlich im antiquarischen Buchhandel für Einsfuffzig. Dazu passt ein Portwein oder ein Pineau des Charentes. Geht doch!

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Tote Augen im Flackerlicht

Der ursprünglich irische Brauch hat sich zum Millionengeschäft entwickelt, die Zahl der Deko-Artikel ist unüberschaubar. Wer auf all das Plastik – garantiert „made in China“ – verzichten möchte, greift stattdessen ins Altglas und funktioniert alte Wein- und Sektflaschen zu Kerzenständern um. Schaurig, billig, umweltfreundlich verströmen die Flaschen zudem einen Hauch von Verwahrlosung. Einen verblüffenden Effekt erzielen Sie auch mit Kinderpuppen, deren tote Augen seitlich angestrahlt selbst routinierte Horror-Fans in die Flucht schlagen.

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Hausverbot für Eltern

Diesen Trend hätte man sich gerne erspart. Aber ab einem gewissen Alter sind die einst so anhänglichen Kleinen auf Distanz zu den Eltern bedacht. Erst recht, wenn die Halloween-Party zu Hause stattfinden soll. Weise Erziehungsberechtigte buchen einen Kurztrip oder quartieren sich bei kinderlosen Freunden ein. Vergessen Sie aber nicht, die Webcam im eigenen Wohnzimmer anzustellen, um bei grobem Unfug eingreifen zu können. Nicht dass die Hütte abbrennt. Wie sagte der in Moskau einbalsamierte Grusel-Experte Wladimir Iljitsch Lenin einst: „Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser.“

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Gut zu Fuß mit Freddy Krüger

Freddy Krüger aus der „Nightmare on Elm Street“-Reihe ist ein Klassiker des Horrorgenres. Das sah auch das Klamotten-Label Vans so und kreierte einen Schuh im Stile Krügers, ach was, eine halbe Kollektion zu Ehren des fiktiven Serienmörders und Sohn einer Nonne und eines Geisteskranken. Wahlweise sind auch „Freitag, der 13.“, „Shining“ oder „Der Exorzist“ im Angebot. Na dann: „ Eins, zwei – Freddy kommt vorbei.  . .“

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Süßes statt Saures

Der flackernde Kürbis weist Kindern den Weg. „Süßes, sonst gibt’s Saures“ kräht es vor der Tür. Was nun? Schließlich will man der Hausfassade den Kontakt mit Eiern ersparen. Wer den Gang zum Supermarkt vermeiden will, backt selbst. Es empfehlen sich Fledermaus-Muffins. Schnuffig anzuschauen, pappsüß, mit einem Hauch von Horror. Die Zahl der Rezepte im Internet ist endlos. Erwachsene, die an Halloween ihre diabolische Seite ausleben, verwenden Salz statt Zucker. Für die Unversehrtheit ihrer Fassade können wir dann aber nicht garantieren.

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