Dicke Nebelschwaden, unheimliches Lachen und jede Menge Gänsehaut: Am Freitag herrschte in der Wilhelma wieder Ausnahmezustand. Über 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hatten sich in Hexen, Vampire, Gespenster und Dämonen verwandelt und sorgten für ein Halloween-Erlebnis der besonderen Art. Zwischen Palmenhaus und Platanenallee wandelten furchteinflößende Kreaturen umher, posierten für Selfies und ließen so manchen kleinen Besucher erschauern.
Skelette und Spinnennetze
Die Wilhelma zeigte sich dabei unheimlich schön geschmückt: Handgeschnitzte Kürbisse leuchteten im Dunkeln, Skelette und dicke Spinnennetze säumten die Wege, und im Insektarium wurde mit Schwarzlicht die mexikanische „Día de los Muertos“-Zeremonie gefeiert.
Für die jüngsten Gäste gab es am Mammutbaumwald einen Bastelstand, an dem sie gegen eine kleine Spende für den Artenschutz süße Hexenhäuschen gestalten konnten.
Mutige wagten sich in den Gruselbereich der Wilhelmaschule, wo es noch ein Stück schauriger zuging – nichts für schwache Nerven. Den krönenden Abschluss bildete am Abend die große Parade aller Gruselgestalten, die sich um 19.15 Uhr vor dem Maurischen Landhaus formierte und die Gäste schließlich in die dunkle Nacht verabschiedete.
Artenschutz, aber in gruselig
„Wir haben keine Angst vor Untoten – aber vor dem Artensterben“, sagte Wilhelma-Direktor Dr. Thomas Kölpin. „Mit Aktionen wie dieser möchten wir Menschen für die Bedeutung der Artenvielfalt sensibilisieren – auf eine Weise, die Spaß macht und im Gedächtnis bleibt.“
Die Halloween-Nacht in der Wilhelma war auch in diesem Jahr ein voller Erfolg: Viele große und kleine Besucherinnen und Besucher genossen das stimmungsvolle Zusammenspiel von Grusel, Spaß und Natur – und zeigten, dass selbst unter Vampiren und Gespenstern Platz für Artenschutz ist.