Halloween rief im Südwesten auch bedrohliche Clowns auf den Plan. Manche waren sogar mit Stangen, Messern und Scheren bewaffnet unterwegs (Symbolbild). Foto: dpa

Meist blieb es bei Kinderstreichen - doch Halloween rief im Südwesten auch bedrohliche Clowns auf den Plan. Manche waren sogar mit Stangen, Messern und Scheren bewaffnet unterwegs.

Stuttgart/Karlsruhe - Die Halloween-Nacht ist im Südwesten überwiegend ruhig verlaufen. Trotz der vielen Nachtschwärmer hatte es die Polizei in den meisten Teilen des Landes überwiegend mit Angetrunkenen und Kinderstreichen zu tun, wie eine Anfrage bei den Polizeipräsidien am Dienstag ergab. Doch es gab auch eine Reihe von Zwischenfällen und bedrohliche Begegnungen mit sogenannten Grusel-Clowns.

Mit Eisenstange bewaffnet

In Hüfingen (Schwarzwald-Baar-Kreis) sprang am Halloween-Abend ein Unbekannter mit Clownmaske vor das Auto einer Familie mit zwei Kleinkindern und versperrte mit einer Eisenstange den Weg. Der Familienvater schlug den „Clown“ aus Sorge um seine Familie mit Abwehrspray in die Flucht. In Aichhalden (Kreis Rottweil) griff eine Streife drei als Grusel-Clowns verkleidete 13-Jährige auf, die eine Eisenstange, ein Brecheisen, ein Messer und zwei Haushaltsscheren dabei hatten. Die gefährlichen Gegenstände wurden ihnen abgenommen. Mit den Kindern und ihren Eltern „wurde ein entsprechendes Gespräch geführt“, hieß es.

In Bad Buchau (Kreis Biberach) nahm die Polizei einem 13-Jährigen eine täuschend echt aussehende Waffe und eine Clownmaske ab, mit der der Junge erschrecken wollte. Allein die Tuttlinger Polizei wurde rund ein Dutzend mal wegen Clown-Sichtungen gerufen, auch an anderen Orten wie in Freiburg oder Stuttgart erhielt die Polizei solche Anrufe. „In vielen Fällen wurden Passanten durch maskierte oder stark geschminkte Menschen erschreckt“, hieß es von der Stuttgarter Polizei. Zu Straftaten kam es dabei jedoch nicht.

Skelette und Horror-Masken

Opfer von Räubern in anderen Halloween-Masken wurde am Montagabend ein Karlsruher: Drei Männer, die als Horrorfilm-Gestalt „Freddy Krüger“ und Skelette verkleidet waren, bedrohten den Mann mit einem Messer und erpressten die Herausgabe der Geldbörse. Die Täter flüchteten unerkannt.

Eine massive Drohung statt Süßes gab es für Kinder, die bei einem 27-Jährigen in Eschach (Ostalbkreis) an der Haustür klingelten: Er zielte mit einer Schreckschusswaffe auf die vier Halloween-Fans im Alter von 12 bis 13 Jahren und gab einen Schuss ab. „Dabei drohte er ihnen auch, dass er für sie keine Süßigkeiten hätte, sondern den Tod“, hieß es von der Polizei. Die nahm den 27-Jährigen kurz darauf fest und beschlagnahmte die Waffe. „Ein Scherz ist das keiner mehr“, sagte ein Sprecher der Polizei.

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