Der ehemalige Echterdinger Trainer Aleksandar Kalic Foto: Yavuz Dural

Der Landesligist TSV Schwaikheim gewinnt das 32. Hallenturnier des TV Echterdingen durch einen 7:1-Erfolg im Endspiel. Der Gastgeber und Titelverteidiger TV Echterdingen landet unter zwölf Teams auf dem vierten Platz.

Echterdingen - Am Ende war es ausgerechnet die Mannschaft des ehemaligen Echterdinger Trainers Aleksandar Kalic (2014 bis 2016), die dem TV Echterdingen beim 32. Fauser-Cup eine lange Nase drehte. Bei der diesjährigen Auflage des Hallenturniers mussten sich die Gelb-Schwarzen am Sonntag im Halbfinale dem von Kalic trainierten Landesligisten TSV Schwaikheim mit 3:4 nach Zehnmeterschießen geschlagen geben. Bis dahin hatte das Landesliga-Team von TVE-Trainer Christopher Eisenhardt, der sich selbst die Kickstiefel schnürte, noch kein einziges Spiel verloren gehabt und war als Gruppenzweiter in die Vorschlussrunde eingezogen. „Ich bin mit der Leistung ganz zufrieden“, sagte Eisenhardt, dessen Kicker im kleinen Finale schließlich auch gegen den TSV Weilimdorf mit 7:8 nach Zehnmeterschießen das Nachsehen hatten. Tahir Bahadir hatte sich den letzten Fehlschuss geleistet.

Das Finale war hingegen eine deutliche Angelegenheit: Mit 7:1 fertigte der TSV Schwaikheim den SV Leonberg/Eltingen ab und avancierte damit zu einem würdiger Nachfolger des Vorjahressiegers TV Echterdingen.

Doch nicht nur aus sportlicher Sicht zeigten sich die Verantwortlichen zufrieden. „Es war ein schönes Turnier auf einem guten fußballerischen Niveau“, resümierte Organisator Ronald Englisch. Rund 200 Zuschauer waren in die Goldäckerhalle gekommen. „Wir können einen dicken Haken hinter die Veranstaltung setzen“, sagte Englisch. Allerdings musste auch er eingestehen, dass es immer schwieriger wird, Clubs zum Hallenfußball zu bewegen. So nahmen diesmal nur zwölf Mannschaften teil, drei davon stellte der Gastgeber. Ein Trend, den Christopher Eisenhardt ein Stück weit nachvollziehen kann: „Eigentlich ist Hallenfußball etwas Schönes“, sagte er. „Ich kann aber verstehen, wenn die Spieler während der langen Saison auch ein paar freie Tage genießen wollen.“ Ein weiterer Grund für die Abkehr vom Hallenfußball sei indes wohl auch das Verletzungsrisiko.

Unterkriegen lässt sich Englisch davon aber nicht. „Wir wollen im nächsten Jahr besser werden. Mein Ziel ist ein Teilnehmerfeld von 15 Teams“, sagte er. Wenn man persönliche Kontakte habe, sei die Chance größer, dass Mannschaften kommen. Das habe die Erfahrung gezeigt – wie am Beispiel des TSV Schwaikheim. Der Turniersieger, der 650 Euro Preisgeld bekam, stellte in Robin Laudon übrigens auch den besten Torspieler. Er hatte in der Gruppenphase kein einziges Tor zugelassen (12:0 Treffer). Als erfolgreichster Torjäger wurde Behar Hasanaj vom TSV Weilimdorf ausgezeichnet, die fairste Mannschaft stellte die U 19 des Gastgebers.

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