Großer Jubel beim Turniersieger VfL Sindelfingen. Foto: Günter Bergmann

20 Mannschaften waren beim Dreikönigs-Hallenturnier der Spvgg Stetten am Start. Bester Spieler und bester Torhüter kommen aus Sindelfingen beziehungsweise Echterdingen.

20 Fußball-Mannschaften, insgesamt 50 Partien und mit dem VfL Sindelfingen ein Gewinner, der zwei Minuten vor dem Abpfiff des Endspiels noch wie ein Verlierer aussah. Das waren nur einige Aspekte, die das Dreikönigs-Hallenturnier der Spvgg Stetten zu bieten hatte. Zudem „einen reibungslosen Ablauf mit guten Schiedsrichterleistungen“, sagt Stettens Abteilungsleiter Thomas Vohl.

 

Darüber hinaus waren alle 20 gemeldeten Mannschaften am Start. Einzig der TSV Bernhausen plante kurzfristig um, schickte anstatt den Aktiven seine U-19-Mannschaft. Aber auch die erwies sich als konkurrenzfähig. Erst im Viertelfinale schied der Nachwuchs vom Fleinsbach im Neun-Meter-Schießen gegen den späteren Turniersieger Sindelfingen aus.

Derweil musste das Sindelfinger Team, das hauptsächlich aus Akteuren der zweiten Mannschaft bestand, im Finale gegen den Bezirksligisten TV Echterdingen II aber mächtig schwitzen, bis der Pokal in die Höhe gestreckt und der Siegerscheck über 600 Euro in Empfang genommen werden konnte. Die Echterdinger führten nämlich zwei Minuten vor Schluss mit 3:1 und sahen wie der sichere Sieger aus. Doch Pustekuchen. Sindelfingen, das in Aaron Biedma-Andrades, einer Anleihe aus dem Landesliga-Team, auch den besten Akteur des Turnier stellte, gab nicht auf und jubelte letztlich doch noch – 4:3 hieß es zum Abpfiff. Für Echterdingen blieben 300 Euro für die Mannschaftskasse. Zudem wurde ihr Schlussmann Max Winkler zum besten Torhüter der Veranstaltung gewählt.

Im kleinen Finale behielt der Bezirksligist SG Reutlingen (200 Euro) gegen den Stuttgarter Kreisliga-A-Vertreter Türkspor Stuttgart (100 Euro) mit 2:1 die Oberhand. Zuvor musste sich Reutlingen im Halbfinale Echterdingen nach einer spannenden Partie knapp mit 1:2 beugen, Türkspor war indes gegen Sindelfingen chancenlos, verlor klar mit 2:6.

Und wie verlief das Turnier für den Gastgeber Stetten, der kurz zuvor beim Hallenturnier des TV Echterdingen den Siegerpott abstaubte? „Letztlich etwas enttäuschend“, sagt Abteilungsleiter Vohl, schließlich habe das Team für ihn bis zur Zwischenrunde den besten Eindruck hinterlassen, sei aber dann nach zwei Niederlagen ausgeschieden. Gegen Tunaspor Echterdingen mit 1:3 und Türkspor mit 1:4.

Übrigens: Der Titelverteidiger Croatia Stuttgart nahm in diesem Jahr nicht am Dreikönigs-Turnier teil.