Dieser Treffer entschied das Finale im vergangenen Jahr: Julian Lüers schoss das Tor zum 5:4 für den VfB Stuttgart gegen Bayern München. Foto: Pressefoto Baumann

An diesem Wochenende wird noch der Sieger bei der Sindelfinger Hallenfußball-Gala der Amateure ermittelt, eine Woche später sind dann die U19-Teams der Profis beim Junior-Cup dran.

Zunächst steigt an diesem Freitag, Samstag und Sonntag noch das Haupt- und Endturnier der Sindelfinger Hallenfußball-Gala, aber am kommenden Wochenende gehört der Glaspalast dann dem Mercedes-Benz Junior-Cup. Von der Premiere 1991 an beherrschte eine Schlagzeile das Großereignis: Setzt sich der Nachwuchs eines Bundesligisten im internationalen Vergleich durch, oder schafft es eines der ausländischen Spitzenteams?

 

Die Zwischenbilanz nach 33 Ausgaben: 21-mal siegten deutsche Teams, zwölfmal gewannen ausländische Mannschaften das renommierte U19-Hallenfußballturnier. Noch nie war es so deutlich wie im vergangenen Jahr: Die Plätze eins bis vier belegte der Bundesliga-Nachwuchs, die Plätze fünf bis acht ausländische Teams. Turniersieger wurde der VfB Stuttgart, Zweiter wurde Bayern München, Dritter der 1. FC Heidenheim vor dem Vierten Borussia Mönchengladbach. Dahinter folgten Servette Genf, Glasgow Rangers, Manchester United und der FC Sao Paulo.

VfB Stuttgart trifft zum Auftakt des Junior-Cups auf Bayern München

Gleich zum Auftakt der 34. Auflage gibt es 10. Januar um 12 Uhr in Gruppe A eine Wiederholung des Vorjahresfinals VfB Stuttgart gegen Bayern München. Auch die beiden deutschen Mannschaften in Gruppe B kommen mit einer guten Reputation: Mit dem 1. FC Köln und Bayer Leverkusen ist es den Organisatoren gelungen, die beiden Finalisten im Endspiel um die deutsche U19-Meisterschaft des Jahres 2025 zu verpflichten. Der gesamte Kader der Leverkusener hat 19 Jugend-Nationalspieler verschiedener Nationalitäten und Altersklassen. Und weil nur zwölf Leute für den Junior-Cup gemeldet werden, müssen sieben Jugend-Nationalspieler zu Hause bleiben.

Auch die ausländischen Vereine schicken starke Teams. Zum Beispiel die Hallenspezialisten von Rapid Wien. Der österreichische Klub stand seit 2016 bei jeder Teilnahme auf dem Treppchen. In den vergangenen zehn Jahren gewann die Mannschaft bei fünf Teilnahmen dreimal das Turnier (2016, 2020 und 2023), wurde einmal Zweiter (2019) und einmal Dritter (2017).

Auch der amtierende Schweizer Meister FC Basel ist gespickt mit Jugend-Nationalspielern. Der FC Sao Paulo will zeigen, dass er beim ersten Auftritt im Glaspalast im vergangenen Jahr viel gelernt hat, während Odense BK von Haus aus viel Hallenerfahrung mitbringt. Die Dänen sind der 120 Klub, der in Sindelfingen mitspielt. Trainer der ersten Männermannschaft ist der Schwabe Alexander Zorniger.

170 ehemalige Teilnehmer des Turniers wurden später Nationalspieler. Darunter 31 deutsche wie Manuel Neuer, Joshua Kimmich, Sami Khedira, Leroy Sané, Mesut Özil oder Kevin Kuranyi, aber auch internationale wie Yann Sommer, Marcus Rashford, Andre Kramaric oder Andreas Pereira. Insgesamt 61 Verbände haben Nationalkicker in ihren Reihen, die auf dem Kunstrasen im Glaspalast aufgelaufen sind.

Auch 2024 hatte der VfB Stuttgart die Nase vorn: Siegtorschütze damals war der Sindelfinger Eliot Bujupi (2. v. li.). Foto: Baumann

Integriert in den Junior-Cup ist auch in diesem Jahr das Turnier der Mercedes-Benz-Auszubildenden mit neun Mannschaften: Werk Sindelfingen, Werk Bremen, Werk Hamburg, Werk Rastatt und Global Logistics Center in Gruppe A sowie Werk Untertürkheim, Werk Berlin/Ludwigsfelde, Team Zentrale und Werk Düsseldorf in Gruppe B. Das Azubi-Turnier beginnt am Samstag und Sonntag jeweils um 9 Uhr, also drei Stunden vor den Profiklubs.

Gruppeneinteilung und Zeitplan

Gruppe A (Samstag, 10. Januar, ab 12 Uhr):
VfB Stuttgart, FC Bayern München, São Paulo FC, Rapid Wien.

Gruppe B (Samstag, 10. Januar, ab 12.46 Uhr):
Bayer 04 Leverkusen, 1. FC Köln, Odense BK, FC Basel.

Zwischenrunde:
zwei Spiele am Samstag, 10. Januar, ab 17.30 Uhr, die restlichen acht Spiele am Sonntag, 11. Januar, ab 12 Uhr.

Halbfinale:
Sonntag, 11. Januar, ab 15.30 Uhr.

Spiele um Platz sieben, fünf und drei:
Sonntag, 11. Januar, ab 16.25 Uhr.

Finale:
Sonntag, 11. Januar, ab 17.55 Uhr.