So soll die neue Halle des TSG Stuttgart aussehen. Foto: Völlger Architekten

Seit drei Jahren will die TSG Stuttgart eine neue Halle auf der Waldau in Stuttgart-Degerloch bauen. Doch es fand sich keine Baufirma. Nun gibt es Grund zur Hoffnung – dank eines benachbarten Vereins.

Degerloch - Zwischenzeitlich verspürte Oliver Schwarz immer wieder einen Anflug von Resignation. Der Vorsitzende der Turn- und Spielgemeinschaft (TSG) Stuttgart führte in den vergangenen drei Jahren unzählige Gespräche und Verhandlungen, die am Ende ins Nichts liefen. Bei den Terminen mit Baufirmen aus ganz Deutschland ging es um die geplante neue Halle des Vereins. Die TSG hat vor gut einem Jahr das Haus 2, in dem die Fußballer und eine Gaststätte untergebracht waren, sowie den Tennenplatz an die Stadt Stuttgart verkauft. Mit dem Erlös war geplant, eine neue Halle an die kleine TSG-Sporthalle anzubauen, die vor allem die Kampfsportler nutzen sollen. Doch es haperte am Geld.

„2014 hat das Stuttgarter Architekturbüro Völlger für uns eine Halle entworfen. Die Gesamtkosten wurden auf 570 000 Euro kalkuliert“, berichtet Schwarz. Mit dieser Berechnung trat der Verein in Verhandlungen und bekam von der Bank einen Kredit gewährt, außerdem wurden Zuschüsse von der Stadt und dem Württembergischen Landessportbund (WLSB) zugesagt. Doch dann fand der Verein keine Baufirma, die bereit war, für diese 570 000 Euro tätig zu werden – und auch nicht für einen Preis, der sich grob in der Nähe dieser Kalkulation befand. Doch nun gibt es Grund zur Hoffnung. „Wir stehen in engem Kontakt mit der Baufirma Walsner aus Bad Schussenried, die derzeit auch die neue Tennishalle des TEC Waldau baut“, sagt er.

Zwar würde auch die Baufirma aus dem Kreis Biberach nicht für die veranschlagte Summe bauen, aber immerhin noch in einem preislichen Rahmen, der für den Verein zu bewältigen wäre. Nun hat sich der Vereinsvorsitzende vor einigen Tagen mit Vertretern des städtischen Amtes für Sport und Bewegung sowie des WLSB getroffen und über das neue Angebot gesprochen. „Es besteht die Chance, dass die Halle doch noch kommt“, sagt Schwarz. Er sei optimistisch. Sicher sei es jedoch noch nicht, dass die Halle für die Kampfsportler tatsächlich gebaut werde. Zunächst einmal müssen die Mitglieder des Gemeinderats bei den Haushaltsberatungen, die traditionell nach der Sommerpause beginnen und bis kurz vor Weihnachten dauern, zustimmen, dass für den Neubau Geld bereit gestellt werde.

Es haperte am Geld

Wenn die Lokalpolitiker am Jahresende den Zuschuss bewilligen und anschließend die Baufreigabe erfolgt, hofft Oliver Schwarz noch auf vereinsinternes Engagement: „Wir benötigen dann noch Spenden, Sponsoren und Vereinsdarlehen“, sagt der TSG-Vorsitzende.

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