Schwimmen ist ein beliebter Freizeitsport. Foto: dpa

Die geplante Kürzung der Öffnungszeiten der Stuttgarter Hallenbäder schlägt hohe Wellen, die von den Kommunalpolitikern nicht ignoriert werden sollten, findet unsere Autorin Alexandra Kratz in ihrem Kommentar.

Sonnenberg - Die Stadt will bürgernah sein. Derzeit sammelt die Verwaltung Vorschläge, wofür im nächsten Etat Geld eingeplant werden soll. Eine klare Ansage haben die Stuttgarter bereits gemacht – ganz ohne das offizielle Bürgerhaushalt-Prozedere: Die Bäder sind ihnen wichtig. Stammkunden gehen auf die Barrikaden. Ihre Argumente sind einleuchtend. Es geht um Gesundheit und Sicherheit; aber auch darum, ältere Menschen und junge Familien mit kleinen Geldbeuteln zu unterstützen. Ein Besuch im Hallenbad ist im Gegensatz zu vielen anderen Dingen für die meisten noch ein erschwingliches Freizeitvergnügen. Dass die Stadt dafür draufzahlt, ist klar. Aber wenn es die Kommunalpolitiker ernst meinen mit der Bürgernähe, dann dürfen sie die hohen Wellen, die das Thema schlägt, nicht ignorieren.

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