Die Feuerwehr rückte unter anderem mit einem Gefahrgutzug an. Foto: 7aktuell.de/Kevin Lermer

Mit starken Kräften ist die Feuerwehr am Freitagmorgen zum Hallenbad in Waiblingen gefahren. Dort war ein Stoff ausgetreten, der im Ersten Weltkrieg als Waffe eingesetzt wurde. Die Gefahr konnte schnell gebannt werden.

Waiblingen - Mit neun Fahrzeugen ist die Feuerwehr am Freitagmorgen zum Hallenbad in der Talaue Waiblingen (Rems-Murr-Kreis) ausgerückt. Der Grund war ein Chlorgasaustritt. „Um kurz nach sechs Uhr hat die Warnanlage im Hallenbad ausgelöst“, erklärt Jürgen Aldinger, der stellvertretende Feuerwehrkommandant. Zu diesem Zeitpunkt sei das Bad noch nicht für Besucher geöffnet gewesen.

Chlorgas führt zur Reizung von Augen, Nase und Rachen und löst ein Erstickungsgefühl aus. Hohe Konzentrationen können sogar tödlich sein. In den Schützengräben des ersten Weltkriegs war es deswegen sogar als chemische Waffe eingesetzt worden.

Chlorgas ausgetreten: Eine Sprühnebelanlage bindet das gefährliche Gas

Aus dem Waiblinger Bad sei kein Chlorgas nach draußen gelangt, so Aldinger. Auch im Inneren des Bades sei es nur zu einem „ganz leichten Austritt“ gekommen – „vermutlich wegen einer Undichtigkeit an einer Verschraubung“. Im Bad sei eine Sprühnebelanlage installiert, die ihren Dienst getan habe: „Der Nebel bindet das Gas.“

Dabei entstehe zwar Salzsäure, doch diese sei so gering konzentriert, dass sie keine Gefahr darstelle. Feuerwehrleute drehten die Ventile zu, daraufhin seien die Chlorgaswerte sichtbar wieder zurückgegangen. „Um 9 Uhr war der Einsatz beendet“, so Aldinger.

Laut einem Mitarbeiter des Hallenbads ist geplant, das Bad bereits an diesem Freitag wieder für Besucher zu öffnen.

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