Die Stadt will den Verlust beim Hallenbad etwas eindämmen: Zum neuen Jahr müssen Bürger mehr für den Badespaß bezahlen. Auch Vereine sind nicht ausgenommen.
Vor rund zwei Wochen hat Gerlingen das 50-Jahr-Jubiläum seiner Schwimmhalle gefeiert. Jetzt hat der Gemeinderat entschieden, die Eintrittspreise zum kommenden Jahr anzuheben. Wie die Stadt mitteilt, handele sich dabei „um die alle drei Jahre vorgesehene Entgeltanpassung“.
Für Kinder unter sechs Jahren bleibt es gratis
Die Eintrittskarte für das zeitlich unbegrenzte Schwimmen für Erwachsene soll künftig um 20 Cent teurer werden. Bisher hat das Ticket 4,80 Euro gekostet. Kinder und Jugendliche zwischen sechs und 15 Jahren sowie Berechtigte für den ermäßigten Tarif zahlen von 1. Januar an 3,50 Euro (bisher 3,30 Euro). Auch den Kurzschwimmertarif hebt die Stadt um 20 Cent an. Die Sauna soll 50 Cent teurer werden. Kinder unter sechs Jahren dürfen nach wie vor gratis ins Gerlinger Schwimmbad.
Zudem müssen auch Vereine künftig mehr bezahlen, wenn sie das Hallenbad nutzen wollen. Jede Stunde, in der das Hallenbad den Vereinen und anderen Organisationen komplett überlassen wird, soll künftig mit 40 Euro berechnet werden (bisher 35 Euro).
Die Erhöhung der Eintrittsgelder sei erforderlich, um die „Ertragssituation des Hallenbads“ zu verbessern, erklärt die Stadt. Der für 2025 kalkulierte Jahresverlust, den Gerlingen durch den Betrieb des Hallenbads erwirtschaftet, beträgt nach Auskunft der Stadtverwaltung 1,28 Millionen Euro. Negativ zu Buche schlagen demnach zuletzt die höheren Energiepreise sowie Instandsetzungen der technischen Anlagen des Schwimmbads.