Die Mannschaft der SpVgg Renningen (in Schwarz-Weiß) erreichte das Hauptturnier – Trainer Michael Schürg wollte eigentlich nicht, dass das Team teilnimmt. Foto: Stefanie Schlecht

Kreis-A-Ligist qualifiziert sich fürs Hauptturnier der Hallen-Fußballgala in Sindelfingen und trifft auf die SKV Rutesheim – Trainer Michael Schürg sieht es mit gemischten Gefühlen.

Die Kreisliga-A-Kicker der SpVgg Renningen haben sich selbst und vor allem ihren Trainer Michael Schürg überrascht: Der Tabellenzweite der Staffel A2 qualifizierte sich für das Hauptturnier der Sindelfinger Hallen-Fußballgala am kommenden Wochenende.

 

Der SVR-Coach allerdings war nicht wirklich glücklich über diese Botschaft. „Ich war gegen die Teilnahme in der Qualifikation“, sagte Michael Schürg, „wir kämpfen in der Liga um den Aufstieg in die Bezirksliga und in der Halle ist das Verletzungsrisiko ziemlich hoch.“

Trainer Schürg drückt beide Augen zu

Schließlich drückte der 41 Jahre alte Ex-Profi beide Augen zu. „Die Jungs haben in der Liga super mitgezogen“, erzählte Schürg, „also habe ich mich breit schlagen lassen, dass sie die Quali spielen dürfen.“ Allerdings stellte der Coach klar, dass er nicht mit dabei sein würde – der sportliche Leiter Diego D’Aiuto sollte das Team betreuen und alles organisieren. „Ich war nur als Zuschauer dort“, berichtete Schürg.

Seine Kicker überzeugten vollkommen in der Qualifikation und erspielten eine makellose Bilanz auf dem Kunstrasen im Sindelfinger Glaspalast. In der Gruppenphase gab es ein 2:1 gegen den TV Kemnat, ein 1:0 gegen den VfL Sindelfingen II und ein 3:0 gegen die U 19 der SG Degerschlacht-Sickenhausen – in den K.-o.-Duellen folgten ein 4:3 gegen den FC Gerlingen sowie ein 2:0 gegen die SG Ringschnait/Mittelbuch. Damit war die Teilnahme am Hauptturnier eingetütet.

Gegen den VfL Sindelfingen II behielt die SpVgg Renningen (in Schwarz-Weiß) die Oberhand. Foto: Stefanie Schlecht

Dabei trifft der Kreis-A-Ligist am Freitag (ab 17 Uhr) auf die SGM Hochberg/Hochdorf (Kreisliga A), den SV Rohrau (Bezirksliga) sowie die beiden Landesligisten SV Böblingen und SKV Rutesheim. Die Begegnung gegen den Nachbarn aus Rutesheim hätte aus Schürgs Sicht nicht sein müssen. „Es ist ein Derby“, sagt der Renninger Coach, „es könnte sein, dass da die Emotionen höher kochen – dann steigt auch die Verletzungsgefahr.“ Ob Schürg wieder als Zaungast im Glaspalast sein wird, ist noch nicht sicher – sein Vater hat an diesem Tag Geburtstag.

Der SV Leonberg/Eltingen II, der ebenfalls in der Kreisliga A 2 spielt, verpasste die Qualifikation knapp. Die Mannschaft gewann nach der 0:2-Auftaktniederlage gegen den AC Catania Kirchheim mit 1:0 gegen die U 19 des Bezirksliga-Spitzenreiters SV Germania Bietigheim U19 und stand nach dem 1:0 über den GSV Maichingen II in der K.-o.-Runde. Dort gab es allerdings ein 1:3 gegen Bezirksligist SG Ringschnait/Mittelbuch, womit der Traum von einer Teilnahme am Hauptturnier geplatzt war.

Enttäuschung herrschte bei den Co-Gastgeber-Vereinen: Sowohl der GSV Maichingen II als auch der VfL Sindelfingen II scheiterten. „Das war nicht das, was wir uns vorgenommen hatten“, sagte Dieter Grieb. Der Trainer des GSV Maichingen II wäre gern etwas weiter gekommen, doch bereits nach der Gruppenphase war Schluss. Das 1:1 gegen die U 19 der Germania aus Bietigheim bezeichnete er als enttäuschend: „Wir lagen vorn und hatten mehrere Möglichkeiten, um zu erhöhen. Die erste Chance, die wir hinten zugelassen haben, war drin.“ Beim 1:0 gegen den AC Catania Kirchheim steigerte sich seine Truppe deutlich. Die K.-o.-Runde war in greifbarer Nähe, aber beim 0:1 gegen den SV Leonberg/Eltingen II kreierte die Zweite des GSV zu wenige Möglichkeiten. Dieter Grieb: „Unterm Strich wäre mehr drin gewesen.“

VfL II war nicht auf den Punkt da

Neben dem 0:1 gegen die SpVgg Renningen unterlag der VfL Sindelfingen II auch der SG Degerschlacht-Sickenhausen U 19 (2:3) und dem TV Kemnat (0:3). „Wir waren nicht auf den Punkt da und haben es einfach nicht gut gemacht“, räumte Trainer Antonios Anastasakis ein, der verspätet eintraf: „Die Mannschaft musste sich selbst einstellen – das hat nicht so gut geklappt.“