Brennende Müllcontainer hielten die Feuerwehr in Stammheim in Atem – hier im Januar 2020. Foto: 7aktuell.de//Simon Adomat

Nach einer Brandserie, die im Sommer 2019 in Stammheim begann, konnten im vergangenen Jahr zwei Tatverdächtige gefasst werden. Für einen kam jetzt der Haftbefehl.

Stuttgart - Nach über zehnmonatigen Ermittlungen haben Polizei und Staatsanwaltschaft einen 18-Jährigen am Donnerstag vor den Haftrichter gebracht. Er soll nicht nur für eine Brandserie vorwiegend in Stammheim verantwortlich sein, sondern auch zu einer 13-köpfigen Gruppe im Norden Stuttgarts gehören, die als Kleindealer mit Drogen gehandelt haben sollen. Der Richter erließ gegen den 18-Jährigen allerdings nur wegen der Brände Haftbefehl.

Razzia der Polizei in 13 Wohnungen

Die Brandstiftungen hatten Stammheim seit Juli 2019 über Monate in Atem gehalten. In mehr als 20 Fällen gingen Mülltonnen und Papiercontainer in Flammen auf. Sogar eine Turnhalle brannte. Nach einem Gartenhausbrand im April 2020 ging dann ein 18-Jähriger ins Netz. Im August wurde ein damals 25-Jähriger erwischt, der neben einem Carport in Stammheim Feuer gelegt hatte. Beide blieben zunächst auf freiem Fuß. Bei ihren Ermittlungen stieß die Kriminalpolizei auf ein Umfeld, das offenbar viel mit Drogen zu tun hatte. Am Mittwoch startete die Polizei eine Razzia in Stammheim und Zuffenhausen, stattete 13 Verdächtigen einen Besuch in deren Wohnungen ab. Dabei wurden 100 Gramm Marihuana entdeckt. Der 18-Jährige ist wegen diverser Delikte hinlänglich polizeibekannt. Ihm wird ein Teil der Brandserie vorgeworfen.

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