870 von 1135 Tatverdächtigen waren Männer, die ihren Partnerinnen oder Ex-Partnerinnen Gewalt antaten Foto: dpa/Maurizio Gambarini

Die Kriminalitätsstatistik im Landkreis zeigt: „Die Coronapandemie und die damit verbundenen Einschränkungen haben das Leben vieler Menschen beeinflusst. Kurzarbeit, Homeoffice und Kinderbetreuung bestimmten den Alltag 2020 und haben sich mutmaßlich auch auf das soziale Miteinander ausgewirkt. Die Fälle von häuslicher Gewalt sind gestiegen.

 
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KREIS BÖBLINGEN - Wenn der Ort, an dem man sich aufhalten soll – weil draußen die Pandemie wütet – , Lebensgefahr birgt, dann wird Gewalt zur alltäglichen Normalität. Die Frauen, die Vergewaltigungen, Erniedrigungen, Schläge oder Knochenbrüche erleben, sind seit dem Beginn der Pandemie noch isolierter, sagt Nadine Walch-Krüger von der Beratungsstelle bei häuslicher Gewalt Amila in Böblingen. Die Zahlen häuslicher Gewalt stiegen – wenn auch nicht im selben Rahmen – vor allem dann, wenn die Inzidenzzahlen zu sinken begannen, stellt sie fest.