Das Gymnasium in Bad Cannstatt ist nach der Frau des ersten Bundespräsidenten Theodor Heuss (re.), Elly Heuss-Knapp benannt. Sie gründete 1950 das Müttergenesungswerk. Foto: dpa

Vier Jahre nach der Entscheidung über die Architektur kann mit den Neubau des Gymnasiums begonnen werden. Die Kosten steigen erheblich.

Stuttgart - Der Gemeinderat der Landeshauptstadt beschließt an diesem Donnerstag den Neubau des Elly-Heuss-Knapp-Gymnasiums in Bad Cannstatt. Das heute dreizügige soll durch umfassende Neubauten zum vierzügigen Gymnasium erweitert werden. Mit Neubauten und Sanierungen der Eichendorffschule entsteht zudem der erste inklusive Schulcampus in Stuttgart. Der Realisierungswettbewerb für den Neubau liegt fünf Jahre zurück, gebaut werden sollte seit 2017. Gegen den Neubau liegt ein Normenkontrollantrag eines Nachbarn zur Überprüfung des Bebauungsplans vor, zudem eine Klage gegen die Baugenehmigung beim Verwaltungsgericht. Beide Verfahren haben keine aufschiebende Wirkung, könnten aber, so die Verwaltung, den Bau unterbrechen. Die Kosten für den Ausbau des Schulstandorts sind erheblich gestiegen. Da die Angebote für den Rohbau um 36 Prozent über den Schätzungen lagen, wurden die Ausschreibung aufgehoben, ihre Wiederholung brachte aber kaum bessere Ergebnisse. Die Kosten werden um 7,9 Millionen Euro höher liegen als im Haushalt geplant und voraussichtlich 46,65 Millionen Euro betragen. Am Freitag sollen erste Firmen beauftragt werden. Der Neubau soll Ende 2023 abgeschlossen sein.

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