Der neue Wertstoffhof im Leonberger Gewerbegebiet Hertich stößt auf positive Resonanz. Das liegt auch am ausreichenden Platz.
Es ist der erste Tag auf dem neuen Wertstoffhof in Leonberg, Hertichstraße 79 im Industriegebiet. Was lange währt, hat endlich ein gutes Ende gefunden: einen gut erreichbaren, großen Platz mit zahlreichen Stellplätzen in der Mitte. Dass es zur Premiere noch nicht so voll ist, mag nicht nur an den verbesserten Räumlichkeiten, sondern sicher auch an den hochsommerlichen Temperaturen liegen. Aber eins ist Hofleiter Roland Müller bereits am ersten Tag klar, „alles ist besser geworden, und es gibt erstmals in Leonberg ein Verschenkhäusle“.
Aus Platzgründen war das am alten Standort nicht möglich. Jetzt gibt es einen großen Raum mit Regalen, in das noch brauchbare Gegenstände abgegeben werden können, nur kaputt dürfen sie nicht sein. Gleich am Morgen hat schon jemand sehr gut erhaltene Polster für Gartenmöbel gebracht, die sicher schnell einen neuen Besitzer finden werden. Alles wird von den Mitarbeitern zunächst gesichtet – und nur was noch in Schuss ist, wird weitergegeben. Der Rest wandert dann doch in die Tonne.
Nicht angenommen werden im Verschenkhäusle Elektrogeräte, da diese nicht auf Funktion und Sicherheit geprüft werden können und Alttextilien. Aber Bücher, Haushaltsartikel, Spiele, CDs und kleinteilige Möbel können hier einen neuen Besitzer finden. Dabei gilt eine Regel: Maximal drei Gegenstände darf jeder mit nach Hause nehmen.
Steffen Kern und Roland Müller
Für Steffen Kern ist alles jetzt übersichtlicher und ein klarer Vorteil für ihn sind die besseren Parkmöglichkeiten. „Alles ist neu, alles ist einwandfrei.“ Er kommt regelmäßig und hatte diesmal keinerlei Wartezeit. Für Hofleiter Roland Müller, der ihm beim Sortieren des Plastikmülls behilflich ist, hat der neue Hof nur Vorteile, für die Kunden aber auch für die Mitarbeiter. Vor allem die An- und Abfahrt der Container sei viel einfacher geworden.
Ruven Weihrich
„Der neue Hof ist sensationell“, sagt Ruven Weihrich. „Zehnmal angenehmer als am Bahnhof“, ist ganz spontan sein erster Eindruck. Er lobt vor allem die große Parkfläche und die Übersichtlichkeit, denn alle Container sind deutlich beschriftet.
Ehepaar Hensche
Irene und Artur Hensche empfinden die neue Anlage als sehr positiv, auch wenn sich Kunden und Mitarbeiter erst noch an die neuen Abläufe und Standplätze für die einzelnen Container gewöhnen müssen. „Aber alle sind sehr hilfsbereit“. Am stark frequentierten Samstag sind jetzt fünf Mitarbeiter vor Ort, die beim Einsortieren helfen, zur Eröffnung ist sogar ein sechster Kollege aus Renningen dazukommen. Unter der Woche sind immer vier Kollegen im Einsatz.
Familie Hensche kommt zumeist mitten in der Woche, wenn es leer ist, zumindest am alten Hof. Diesmal war das Auto auch deshalb voll, weil Irene Hensche beim Spazierengehen vor allem an der Glems und am Spielplatz Wiesengrund den wilden Müll anderer Leute mitnimmt und dann auf dem Wertstoffhof entsorgt.
Eiko Kugel und Mark Beinschrodt
Eiko Kugel und Mark Beinschrodt sind sich einig, dass der neue Wertstoffhof deutlich übersichtlicher ist als der alte, selbst wenn sie kurz fragen müssen, wo denn der Elektroschrott hinkommt. Sie laden gerade mit Freunden Materialien aus einem Umbau aus. „Es ist vor allem nicht mehr so eng für die Autos“, ist auch ihr wichtigster Pluspunkt des Wertstoffhofs. „Die begrenzten Parkmöglichkeiten sorgten am alten Hof oft für Staus an der Einfahrt.“