Süße Nascherei: Woraus besteht weiße Schokolade eigentlich? Foto: Africa Studio/ shutterstock.com

Selbst ernannte Experten streiten darüber, ob weiße Schokolade überhaupt echte Schokolade ist. Schließlich wird Schokolade aus der Kakaobohne gemacht und die ist nun mal braun. Woraus besteht also weiße Schokolade und wie wird sie hergestellt?

So wird weiße Schokolade hergestellt

Egal, ob weiß oder braun: Am Anfang steht die Kakaobohne. Diese wird geröstet, geschält, gemahlen und zu einer dunkelbraunen, bitteren Kakaomasse verarbeitet. Wird diese Masse gepresst, entstehen zwei Komponenten: Kakaopulver und Kakaobutter. Mit Milch, Zucker und Sahne wird daraus Schokolade. Das Verhältnis von Pulver und Butter entscheidet darüber, welche Art von Schokolade entsteht. Dunkel und bitter wird sie, wenn mehr Kakaopulver und weniger Kakaobutter in ihr steckt. Bei der weißen Schokolade wird gänzlich auf Kakaopulver verzichtet.

Ist weiße Schokolade überhaupt richtige Schokolade?

Wenn in der weißen Schokolade kein Kakaopulver enthalten ist, handelt es sich dann bei der Süßigkeit überhaupt um Schokolade? Die Inhaltsstoffe von Schokolade sind in Deutschland eindeutig geregelt, und zwar in der sogenannten „Kakaoverordnung“. Damit sich Schokolade tatsächlich „Schokolade“ nennen darf, muss sie in Deutschland zu mindestens 35 Prozent aus Kakaomasse bestehen. Davon müssen mindestens 14 Prozent Kakaopulver und mindestens 18 Prozent Kakaobutter sein.

Doch auch Naschereien mit weniger als 35 Prozent Kakaomasse finden wir in den Supermarktregalen: Milchschokolade. Diese hat mindestens 25 Prozent Kakaomasse und mindestens 14 Prozent Milchtrockenmasse. Und auch die Werte für die weiße Schokolade sind festgelegt:

Weiße Schokolade besteht zu mindestens 20 Prozent aus Kakaobutter und zu mindestens 14 Prozent aus Milchtrockenmasse. Dazu kommt noch der Zucker. In der weißen Schokolade ist kein Kakaopulver enthalten. Darum ist weiße Schokolade weiß – und zudem deutlich süßer als dunkle Schokolade.

Weiße Schokolade: Beliebt und vielseitig

Laut einer Studie essen über 44 Prozent der Deutschen gerne weiße Schokolade. Kein Wunder also, dass sie vielseitige Verwendung findet. Einerseits gibt es die weiße Schokolade natürlich als klassische Tafel – einzeln oder im Zusammenspiel mit Vollmilchschokolade. Aber auch in Kombination mit Nüssen, Cornflakes oder Zitrusfrüchten ist weiße Schokolade beliebt. Ebenso kommt weiße Schokolade bei mundgerechten Pralinen und Riegeln zum Einsatz. Ganz klassisch können Sie weiße Schokolade auch als Kuvertüre für Kuchen & Co verwenden oder als leckeren Zusatz für Desserts. Immer beliebter wird weiße Schokolade auch als Heißgetränk. Und da die weiße Schokolade sogar explizit Erwähnung in der deutschen Kakaoverordnung findet, kann jeder Süßigkeitenfreund sicher sein: Weiße Schokolade ist richtige Schokolade.

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