Dieser Ente fühlt sich auch mit Algen wohl Foto: Fotolia

Wird ein Teich von Enten bevölkert, färbt er sich früher oder später grün. Schuld sind die Vögel selbst, besser gesagt: ihre Verdauung. Denn Entenkot ist ein hervorragender Dünger für Grünalgen.

Stuttgart - Es wirkt so idyllisch: Ein einsamer Teich mitten im Wald, darauf ein paar Enten, die friedlich ihre Kreise ziehen. Bei näherer Betrachtung entpuppt sich das Gewässer allerdings als grüne, stinkende Brühe. Warum verfärbt sich das Wasser im Ententeich eigentlich irgendwann?

Schuld sind die Vögel selbst, besser gesagt: das Produkt ihrer Verdauung. Entenkot ist ein hervorragender Dünger für Grünalgen. Je mehr Enten im Teich leben und je mehr sie fressen, desto besser vermehren sich die oft kugelförmigen Algen. Das ist zunächst mal gar nicht so schlecht. Denn Grünalgen spielen eine wichtige Rolle im Teich.

Ihre Energie gewinnen sie – wie Bäume und Pflanzen auch – mit Hilfe von Fotosynthese. Bei diesem Prozess werden Licht, Wasser und Kohlenstoffdioxid (CO2) in energiereiche Stoffe wie Kohlehydrate und in Sauerstoff umgewandelt. Dieser Sauerstoff ist für die meisten ­Organismen im Wasser lebenswichtig. Für die Umwandlung braucht es den Farbstoff Chlorophyll, auch Blattgrün genannt. Der gibt den Algen und somit dem Wasser, in dem sie leben, ihre Farbe.

Vermehren sich die Algen immer weiter, sieht das nicht nur unschön aus, sondern wird irgendwann zum Problem. Sterben sie ab, sinken sie zum Grund des Gewässers und werden dort von Bakterien zersetzt. Dabei verbrauchen die Bakterien mehr Sauerstoff, als die noch lebenden Algen produzieren können. Ist der ganze Sauerstoff im Wasser aufgebraucht, können auch keine Fische oder Pflanzen mehr darin leben. Spätestens dann ist Schluss mit der Idylle.

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