Der Fußball-Landesligist unterliegt bei der Sportunion Neckarsulm mit 1:2 kassiert damit die fünfte Niederlage in Folge auf fremden Plätzen. Der Anschlusstreffer fällt zu spät.
Auch in der letzten Begegnung des Jahres hat der TSV Heimerdingen seinen Auswärtsfluch in der Landesliga nicht ablegen können. Die Grün-Weißen unterlagen bei Sportunion Neckarsulm mit 1:2 (0:1) und gingen damit zum fünften Mal in Folge als Verlierer auf fremden Plätzen vom Feld.
Da dem gegenüber immerhin zehn von zwölf möglichen Punkten aus den letzten vier Heimspielen gegenüberstehen, überwintern die Heimerdinger mit 18 Zählern zumindest nicht auf einem Abstiegsplatz. „Es war extrem ärgerlich. In der zweiten Halbzeit haben wir einen hohen Aufwand betrieben, sind aber nicht belohnt worden“, bedauerte TSV-Trainer Markus Koch.
Fahrlässiger Beginn des TSV
In der ersten Hälfte hatte seine Mannschaft enorme Schwierigkeiten mit den Gastgebern. „Vom Spielansatz her ist Neckarsulm für mich die beste Mannschaft der Liga“, zollte Koch dem Gegner ein Lob. Die Mannschaft habe sehr kreativ mit vielen Positionswechseln gespielt. In der Anfangsphase konnten sich die Heimerdinger zweimal bei Schlussmann Lukas Emmrich bedanken, dass sie nicht früh in Rückstand gerieten. Zweimal rettete der Keeper nach Ballverlusten seiner Vorderleute in der eigenen Hälfte. „Das war fahrlässig“, monierte Koch.
Bitter war für den Coach der 0:1-Treffer nach einer halben Stunde: Nach einem weiten Diagonalball zog Niklas Obertautsch von der linken Seite nach innen und brachte seine Elf mit einem Flachschuss aus 14 Metern in Führung. „Ein Mitspieler stand aber eigentlich abseits und hat unserem Keeper die Sicht genommen“, kritisierte Koch. Die beste Chance für die Gäste vergab Stefan Schlick, der nach schöner Vorarbeit von Salvatore Pellegrino aus elf Metern an NSU-Torhüter Srdan Groznica scheiterte. Auch nicht förderlich für das TSV-Spiel war, dass Abwehrchef Daniel Geppert nach 35 Minuten verletzt vom Platz musste.
Zu Beginn der zweiten Hälfte wurden die Heimerdinger kalt erwischt: Wie vor dem 0:1 konnte Niklas Obertautsch von links nach innen ziehen und ließ Emmrich diesmal mit einem Schuss unter die Latte zum 2:0 (47.) keine Chance. Anschließend zogen sich die Neckarsulmer zurück, sodass es den Grün-Weißen gelang, das Spiel mehr und mehr in die gegnerische Hälfte zu verlagern. „In der zweiten Halbzeit hatten wir mehr Zugriff aufs Spiel, und Neckarslum war nicht mehr so dominant“, meinte Koch.
Gudzevic schießt Strafstoß an die Latte
Eine Viertelstunde vor dem Abpfiff vergab Haris Gudzevic die Riesenchance zum Anschlusstreffer: Nach einem Foul am eingewechselten Shakur Traore setzte der TSV-Stürmer den Strafstoß an die Unterkante der Latte. „Sehr schade, er ist eigentlich ein sicherer Schütze“, bedauerte Koch. In der Schlussphase wurde die Partie hektischer, der Unparteiische verteilte eine Gelbe Karte gegen die Neckarsulmer Bank und stellte einen NSU-Akteur wegen wiederholten Foulspiels vom Platz.
Koch ließ seine Elf mit zunehmender Spielzeit immer offensiver agieren und beorderte Sebastian Bortel, der nach der Verletzung von Geppert zunächst als Innenverteidiger zurückgezogen worden war, wieder ins Mittelfeld, um mehr Ballgewinne zu generieren. Der ersehnte Anschlusstreffer fiel aber erst in der Nachspielzeit: Gegen die aufgerückte Neckarsulmer Defensive spielten die Grün-Weißen Robin Reichardt auf rechts frei, der mit seinem Tempo einen Gegenspieler stehen ließ. Seinen Flachpass drückte Rudolf Buxmann zum 2:1 über die Linie. Doch obwohl der Schiedsrichter danach noch einige Minuten nachspielen ließ, stand am Ende die fünfte Auswärtsniederlage der Heimerdinger in Serie. TSV Heimerdingen: Emmrich, Pellegrino, Baumeister, Geppert (35. Baroudi/78. Riedmiller), Fota, Schlick, Bortel, Tepegoez (57. Traore), Reichardt, Buxmann, Gudzevic.