Ein Abschnitt des gepflasterten Wegs am Lindenbachsee ist für 25 000 Euro erneuert worden. Menschen mit Rollstuhl oder Rollator kommen seither besser vor Foto: Leonie Hemminger

2012 investiert das Garten-, Friedhofs- und Forstamt 225 000 Euro in Spielgeräte und Grünanlagen.

Weilimdorf - Spielplätze erneuern, Grünflächen und Streuobstwiesen anlegen, Bolzplätze reparieren – die Aktivitäten des Garten-, Friedhofs- und Forstamts sind vielfältig. Günther Hertfelder, der Leiter des Bezirks Nord, hat im Bezirksbeirat über die Maßnahmen berichtet, die im vergangenen Jahr realisiert wurden oder im aktuellen Haushalt vorgesehen sind.

Eine der kostspieligsten Neuerungen war der Bau einer neuen Aussichtsplattform auf dem Grünen Heiner. 70 000 Euro hat das Stahlgestell gekostet, das ein marodes Holzmodell abgelöst hat. Nicht ohne Grund ist das massive Material gewählt worden, denn laut Hertfelder wurde dort hin und wieder gezündelt. Die Reparaturkosten seien aus dem laufenden Haushalt kaum noch tragbar gewesen. Mit dem Ergebnis ist Hertfelder sehr zufrieden: „Die Plattform ist ein Kleinod geworden.“ Am 20. Juni um 15 Uhr soll sie offiziell eingeweiht werden.

Besonders aufwendig war das Entsiegeln einer asphaltierten Fläche an der Kreuzung Gerlinger Straße/B 295. Kontaminierter Boden musste entsorgt und ersetzt werden. Inzwischen wurden dort 45 neue Bäume gepflanzt, unter anderem Streuobstbäume. Die Kosten für die Maßnahme betrugen 115 000 Euro.

Lindenbachsee aufwerten

Auf einem Wegabschnitt am Lindenbachsee nahe der Altenwohnanlage sind kleinere Pflastersteine verlegt worden. „Das war ein Wunsch der Menschen, die dort mit ihrem Rollator entlang spazieren“, berichtete Hertfelder. Das neue Pflaster sei gestalterisch gelungen und werde gerne angenommen. 25 000 Euro hat die Stadt dafür ausgegeben. Im aktuellen Haushalt stehen 42 000 Euro zur Verfügung, um das See-Areal weiter auszugestalten. Der See erfülle drei Funktionen: als zentrumsnahe Erholungsmöglichkeit, als ökologische Fläche sowie als Regenrückhaltebecken.

Für den Spielplatz Beim Esel sowie für die Naturbeobachtungsstelle Rappach hat die Stadt im Jahr 2011 jeweils 25 000 Euro in neue Spielgeräte investiert.

Im aktuellen Haushalt werden 59 000 Euro bereitgestellt, um am Bolzplatz neben dem Kinder- und Jugendhaus Giebel den Ballfangzaun zu erneuern. Bezirksbeirat Michael Schrade (Freie Wähler) wollte wissen, ob diese Maßnahme durch den geplanten Neubau obsolet werden könnte. Günther Hertfelder erklärte, dass die Lücke zwischen Kantstein und Zaun eine erhebliche Unfallgefahr darstellt. Die Alternative wäre gewesen, den Platz zu sperren. „Da er einer der wenigen Bolzplätze in Giebel ist, haben wir uns entschlossen, die Maßnahme zu machen“, sagte er.

Geld für neue Spielgeräte

Ende des Jahres soll mit dem Ausbau des Spielplatzes und der Grünanlage Gäublick begonnen werden. „Das ist ein großer Wunsch der Anwohner“, sagte der Mitarbeiter des Garten-, Friedhofs- und Forstamts. Die Stadt stellt hierfür 54 000 Euro bereit. Für weitere Spielgeräte am Wormser Platz, am Fasanengarten, an der Mittenfeld-, der Matthäus- und der Muggensturmer Straße sind weitere 70 000 Euro vorgesehen.

Bezirksbeirätin Annekathrin Essig (Grüne) regte an, auf Spielplätzen Geräte aufzustellen, die Kinder „mehr herausfordern“. Hertfelder versicherte, dass versucht werde, interessante Geräte zu finden. Grundsätzlich müssten diese aber Tüv-zertifiziert sein, um für die Kinder kein Risiko darzustellen.

Martin Schubert (SÖS) fragte nach, ob Maßnahmen an der Ecke Solitude/Durlehaustraße vorgesehen seien. „Das ist ein etwas trostloser Fleck“, meinte er. Hertfelder gab sich zuversichtlich: „Ich bin sicher, dass der Platz im nächsten Doppelhaushalt berücksichtigt wird.“

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