Grüne Punkte auf der Königstraße gaben zunächst Rätsel auf Foto: Lichtgut/Achim Zweygarth

Der „grüne Punkt“, der am Sonntag auf der Königstraße für Irritationen sorgte, zieht weiter Kreise. Nun äußert sich auch die Umweltorganisation Greenpeace anerkennend zu der spektakulären Aktion.

Stuttgart - Schülerinnen des St.-Agnes-Gymnasiums und der Waldorfschule hatten am Sonntagmorgen alle Kaugummis auf der Königstraße mit einem grellen Neongrün markiert und damit ein europaweites Presseecho ausgelöst. Mit der Kunst-Aktion wollten die Mädchen im Alter zwischen 16 und 18 Jahren auf den Klimawandel aufmerksam machen.

Bevor diese Zeitung das Rätsel der künstlerischen Urheberschaft gelüftet hatte, tappte sogar die Polizei im Dunkeln. Die Beamten verdächtigten Greenpeace als Punktepinsler. „Wir hätten uns allerdings gleich zu erkennen gegeben“, sagt eine Sprecherin, „im Verborgenen zu agieren ist nicht unsere Art.“ Weiter sagt sie: „Sollte die benutzte Kreide biologisch abbaubar sein und leicht zu entfernen, begrüßen wir die Aktion und gratulieren der Gruppe.“

Greenpeace springt auf Zug auf

Gleichzeitig springt die Umweltorganisation auf den medialen Zug auf. Greenpeace wünscht sich mehr Sauberkeit auf Stuttgarts Straßen und Wegen: „Was den Müll auf unseren Straßen anbelangt, haben wir das Augenmerk auf die Gefahr von Plastik gerichtet.“ Jedes Stück Plastik das nicht im Restmüll verbrannt oder recycelnd wird, lande in letzter Konsequenz auf den Tellern der Menschen.

Da auch Zigarettenfilter aus Plastik seien, wünscht sich Greenpeace von den Passanten: „Kippen nicht auf die Straße werfen.“ Zur Veranschaulichung: Nur eine Zigarettenkippe, die in ein Aquarium geworfen wird, tötet in einer Stunde alle Fische.

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