Der Verkehr am Bahnhof wird durch Bauarbeiten behindert werden Foto: Leif Piechowski

Die Grünen im Stuttgarter Gemeinderat wollen, dass die absehbaren Verkehrsbehinderungen durch die Stuttgart-21-Baustelle öffentlich diskutiert werden. Die Stadtverwaltung sieht Änderungswünsche der Bahn beim Bau eines Abwasserkanals kritisch.

Stuttgart - Die Grünen im Stuttgarter Gemeinderat fordern eine öffentliche ­Debatte über die von der Stadtverwaltung vorhergesagten Behinderungen des Auto- und Busverkehrs in der City sowie Einschränkungen des Stadtbahnverkehrs durch das Bahnprojekt Stuttgart 21.

Die größte Ratsfraktion fordert die Bahn auf, im Technikausschuss des Gemeinderates darzustellen, „in welchen Bauabschnitten welche Straße, welcher Streifen und welche Abzweigung wie lange gesperrt werden müsste“. Die Stadtverwaltung solle rechtlich Stellung zu der Frage nehmen, ob „weitreichende Umplanungen nicht die Beteiligung der Öffentlichkeit im Planungsverfahren gebieten“.

Die Bahn will mit der veränderten Planung die Strecke des wegen S 21 neu zu verlegenden Abwasserkanals unter der Schillerstraße kürzen. Die Straßenverkehrsbehörde im Ordnungsamt will die neuen Pläne „nicht mittragen“. Sie sieht zu große Mängel und Eingriffe in den Verkehr. Die Straßen um den Gebhard-Müller-Platz seien betroffen, die Verkehrsführung sei „nicht ausreichend leistungsfähig“, so das Amt. Die SSB hatten eingeräumt, dass Stadtbahnlinien über mehr als zwei Jahre unterbrochen und Fahrpläne teils neu erstellt werden müssten. Bei der bisherigen Genehmigung für den Kanalbau war von einer zweiwöchigen Unterbrechung die Rede. Die Bahn erwartet bis Ende März vom Eisenbahn-Bundesamt eine Genehmigung. Ansonsten werde man die frühere Planung umsetzen.

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