Die Landesregierung muss sparen und setzt dabei vor allem auf die Kürzung von Personalkosten – auch im Bildungsbereich. Foto: dpa

Die Landesregierung muss sparen und setzt dabei vor allem auf die Kürzung von Personalkosten. Die Hoffnung der Gewerkschaften auf eine Übergangsregelung für Lehrer hat sich zerschlagen.

Die Landesregierung muss sparen und setzt dabei vor allem auf die Kürzung von Personalkosten. Die Hoffnung der Gewerkschaften auf eine Übergangsregelung für Lehrer hat sich zerschlagen.

Stuttgart - Die Sparmaßnahmen von Grün-Rot im Bildungsbereich fallen größer aus als gedacht. Nach Informationen der Stuttgarter Nachrichten wird die Altersermäßigung für Lehrer ab dem Schuljahr 2014/2015 auch für jene Pädagogen gestrichen oder neu geregelt, die schon jetzt kürzer arbeiten.

Zuvor waren Gespräche zwischen Kultusministerium und Beamtenbund gescheitert. „Es wird keine Übergangsregelung geben, weil der Spareffekt sonst weiter geschwächt wird“, sagte ein Sprecher von Kultusminister Andreas Stoch (SPD)den Stuttgarter Nachrichten. Das Land lässt sich die Altersermäßigung bisher jährlich rund 65 Millionen Euro kosten.

Bisher dürfen Lehrer im Südwesten vom 58. Lebensjahr an eine Wochenstunde weniger arbeiten, von 60 an sind es zwei Wochenstunden. Ursprünglich wollte Grün-Rot die Altersermäßigung ganz streichen. Nach Protesten der Gewerkschaften wurde aber Anfang November entschieden, die Altersermäßigung künftig erst vom vollendeten 60. beziehungsweise 62. Lebensjahr an zu gewähren. Daraufhin hatte es Verhandlungen über eine Übergangsregelung gegeben. Beamtenbund-Landeschef Volker Stich zeigte sich „sehr enttäuscht“, dass Grün-Rot einen Kompromiss ablehne: „Damit verschlechtert sich das Klima zwischen dem Beamtenbund und dieser Landesregierung weiter“, sagte er am Wochenende unserer Zeitung.

Nach Berechnungen der Gewerkschaft fällt im nächsten Schuljahr nunmehr bei rund 6000 Lehrern die bereits erfolgte oder bevorstehende Altersermäßigung weg, in den nächsten vier Jahren seien rund 20.000 Lehrer von der Verschiebung oder Streichung betroffen.

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