Schon bei früheren Übungen hat alles geklappt – am Sonntag geht es aber um einen simulierten Anschlag. Foto: FACTUM-WEISE

Die Großübung mit 1000 Einsatzkräften am Sonntag auf Schloss Ludwigsburg wirft ihre Schatten voraus. Aber warum üben Polizei und Rettungsdienste ausgerechnet auf der Schlossanlage?

Ludwigsburg - Wenn am kommenden Sonntag Polizei und Rettungskräfte ihren Großeinsatz am Schloss haben, simulieren sie zwischen 7 und 15 Uhr den Ablauf eines Anschlagsszenarios bei einer Festveranstaltung im Schloss. Genaue Details dürfen vorab nicht bekannt gegeben werden – doch es geht um eine große Menschenmenge, die im Schloss zu einem Event zusammen gekommen ist. Plötzlich droht ein Attentat. Schauplatz der Übung ist neben dem Schloss auch die Umgebung des Klinikums. Das Schloss sei besonders geeignet, da die Polizei gut mit dem Schloss vernetzt sei und mit dem Schlossverwalter in gutem Austausch stehen, so die Polizeistelle Ludwigsburg.

Ein Grund für den Übungsort: Das Schloss ist vormittags leer

Zudem könne man dort eine besonders realistische Situation nachstellen. „Im Schloss finden oft größere Veranstaltungen statt“, sagt Brigitte Wimmer, die Sprecherin der Polizei. Praktischerweise sei das Schloss Sonntag früh ohnehin für Besucher geschlossen, sodass man ohne Probleme dort absperren könne, ergänzt die Polizei. In einem Einkaufszentrum wäre dies schwierig geworden – zumal am Sonntag mit dem „Märzklopfen“ ein verkaufsoffener Sonntag geplant ist. Laut einer Pressemitteilung der Polizei werden dabei auch Explosions- und Schussgeräusche zu hören sein.

Die Erlachhofstraße am Klinikum wird zwischen der Harteneckstraße und der Hegelstraße gesperrt. Die Notfallpraxis und das Dialysezentrum sind über die Neuhalde und die Hegelstraße erreichbar. Eine der bisher größten Übungen im Land.

Eine der bisher größten Übungen im Land

Rund 1000 Einsatzkräfte sowie Statisten und Beobachter sind an der Übung beteiligt, die auch im Kreis Böblingen in der Wildermuth-Kaserne abgehalten wird. Damit ist sie eine der größten bisher durchgeführten Simulationen im Land. „Wir wollen die Bewältigung einer komplexen Lage mit Ereignisorten in beiden Landkreisen und dabei auch das Zusammenwirken mit weiteren Polizeipräsidien trainieren“, sagt der Ludwigsburger Polizeivizepräsident Burkhard Metzger. Besonders wichtig sei das Zusammenspiel von Polizei und Rettungskräften.

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