Die Neuhausener Anton-Walter-Grundschule mit Mensa geht im September in Betrieb. Der Neubau kostet 29,3 Millionen Euro. Die Suche nach einem Pächter läuft.
Der Neubau der Anton-Walter-Grundschule in Neuhausen ist auf der Zielgeraden. „Wir bleiben im Kostenrahmen von 29,3 Millionen Euro“, sagt der Ortsbaumeister Rainer Däschler. Bis zum Schulbeginn im September wird der Neubau neben der Egelseehalle mit einer Mensa für alle Schulen und Kindertagesstätten in der Fildergemeinde fertig sein. In dem zweiteiligen Klinkerbau hat eine dreizügige Grundschule Platz. In der Mensa werden täglich bis zu 320 Essen ausgegeben. 800 Essen werden dort insgesamt täglich zubereitet. Die Suche nach einem Pächter für die Großküche läuft.
„Damit die Kinder gut versorgt sind, haben wir uns für eine Mischküche entschieden“, sagt der Neuhausener Bürgermeister Ingo Hacker. Der größte Teil wird da zwar frisch gekocht, aber es wird auch mit Fertigprodukten gearbeitet. Die Pacht wird pro Monat 8000 Euro betragen. Dafür übernimmt die Kommune aber auch die gesamten Energiekosten.
Die relativ späte Pächtersuche bereitet einigen Gemeinderäten Sorgen. „Man muss jemanden finden, der das bezahlt“, sagt Jens Jenuwein (Freie Wähler). Da die Unternehmer keine Abnahmegarantie hätten, seien 8000 Euro ziemlich viel. Das sieht auch Tanja Verch (Initiative Grüne Liste) so. „Angesichts der extrem gestiegenen Lebensmittelpreise erscheint mir das unrealistisch.“ Sie habe mit einem Pächter gesprochen, der diese Pacht für unrealistisch halte. Das sieht Hauptamtsleiter Bernd Schober nicht so. Mit der Beratungsfirma S & F Verpflegungsmanagement habe man Fachberater engagiert, die den Markt sehr gut einschätzen könnten.
Im September 2023 startet der Betrieb
Die letzten Arbeiten in dem neuen Schul- und Mensagebäude laufen auf Hochtouren. Der Ortsbaumeister ist zuversichtlich, dass Schule und Mensa wie geplant im September in Betrieb gehen. Mit großen Fensterfronten und Holzlamellen an den Wänden sieht die Mensa hell und einladend aus. Daneben ist die große Versorgungsküche untergebracht.
„Es war eine gute Entscheidung, dass wir einen Wettbewerb für den Schul- und Mensaneubau ausgeschrieben haben“, sagt der Bürgermeister Hacker. So habe man nun ein Gebäude von hoher Qualität. Mit dem Büro Broghammer Jana und Wohlleber, das den Architektenwettbewerb gewonnen hatte, habe man sehr gut zusammengearbeitet. „In den Bau sind unsere Anregungen ebenso eingeflossen wie die Bedürfnisse der Pädagogen“, sagt der Architekt Michael Ernst, der in der Neuhausener Verwaltung für dem Hochbau zuständig ist. Die Klassenzimmer haben Böden aus Industrieparkett, das abgeschliffen werden muss. Die abgehängten Akustikdecken haben sich die Bauplaner von den Fildern in der Partnergemeinde Péronnas in der französischen Region Bresse abgeschaut. In den Klassenzimmern, von denen viele einen herrlichen Blick in die Felder bieten, gibt es Lüftungsöffnungen aus Metall. „So haben Schüler und Lehrer die Möglichkeit, auch bei kühleren Temperaturen Frischluft zu tanken“, sagt Michael Ernst.
Weite Flure für kleine Gruppen
Die weiten Flure sind nicht nur als Durchgangsflächen konzipiert. „Da lernen die Schülerinnen und Schüler in Gruppen“, erklärt der Hauptamtsleiter Bernd Schober. In den Räumen, die auch den Ganztagsbetrieb abdecken, dominieren warme Holztöne. Dazu schafft die Gemeinde grüne Stühle an. „Das hat etwas Frisches“, findet der Bürgermeister. Die Sanitärbereiche sind mit Fliesen in Blau- und Türkistönen ausgekleidet.
Für den Ortsbaumeister sind die Verhandlungen mit den Baufirmen die größte Herausforderung auf der Zielgeraden. „Angesichts steigender Preise gilt es, da Kompromisse zu finden“, sagt Rainer Däschler. Die Energiekrise und die Lieferkettenengpässe hätten vieles erschwert. Dennoch ist er zuversichtlich, dass der Kostenrahmen von 29,3 Millionen Euro eingehalten werden kann. Und er ist glücklich, „dass wir zum Schuljahresbeginn fertig werden“ – trotz der Unwägbarkeiten .
Provisorium für die Mensa
Brandschutz
Weil der Brandschutz für die Egelsee-Festhalle in Neuhausen wohl von April an auf Vordermann gebracht wird, können die Schülerinnen und Schüler der benachbarten Friedrich-Schiller-Gemeinschaftsschule dort nicht mehr essen. Die Auflage für die Arbeiten hat das Landratsamt Esslingen gemacht. Bis die Mensa der Anton-Walter-Grundschule öffnet, wird im Foyer der Sporthalle gegessen.
Planung
Wegen der Energiekrise und der Engpässe bei den Lieferketten ist es laut dem Ortsbaumeister Rainer Däschler schwer, einen Zeitrahmen für die Brandschutz-Sanierung festzuzurren. Das bedeutet Unsicherheit für die Vereine, die am 11. November in die Fasnet starten wollten.