Die Sporthalle der Ostertag-Realschule in Leonberg ist in einem extrem schlechten Zustand und muss dringend saniert werden. Nun gibt es dafür einen Zuschuss vom Bund.
Die Sanierung der maroden Sporthalle der Leonberger Ostertag-Realschule wird nicht billig. Rund sieben Millionen Euro will – oder besser gesagt: muss – sich die Stadt das Projekt kosten lassen, weil vieles teilweise schon seit Jahren im Argen liegt. Nun gibt es gute Nachrichten vom Bund: Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestags hat die Förderung zur Generalsanierung der Sporthalle bewilligt. Die Stadt Leonberg erhält hierfür rund 2,2 Millionen Euro aus dem Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Sportstätten“.
Insgesamt fließen damit knapp 2,8 Millionen Euro an Sportfördergeld in den Landkreis Böblingen. Bundesweit überstieg die Summe der Anträge das Fördervolumen von 333 Millionen Euro um ein Vielfaches. Nicht zuletzt deshalb betont Leonbergs Oberbürgermeister Tobias Degode: „Die Förderzusage ist ein bedeutender Erfolg für unsere Stadt.“ Der Rathauschef schickte auch gleich seinen Dank an die Bundestagsabgeordneten Jasmina Hostert (SPD) und Marc Biadacz (CDU): „Sie haben sich mit Nachdruck für dieses Projekt eingesetzt.“
Investition „in den gesellschaftlichen Zusammenhalt in Leonberg“
Die Sporthalle der Ostertag-Realschule sei ein wichtiger Ort für Bewegung, Begegnung und Inklusion, so Degode. „Die Investition in unsere Sportinfrastruktur ist zugleich eine Investition in den gesellschaftlichen Zusammenhalt in Leonberg.“
Damit hat der Rathauschef nicht unrecht. Denn die Sporthalle der Ostertag-Realschule ist in der Tat ein zentraler Baustein der Leonberger Bildungs- und Sportinfrastruktur. Sie wird sowohl vom Schul- als auch vom Vereinssport intensiv genutzt. Auch die Karl-Georg-Haldenwang-Schule in direkter Nachbarschaft profitiert von der Halle, insbesondere im Bereich der inklusiven Sportangebote.
Die Dreifeldhalle ist seit rund 40 Jahren in Betrieb. In der Vergangenheit waren erhebliche Mängel zutage getreten.
Halle der Ostertag-Realschule: umfassende Generalsanierung
Viele der Mängel waren lange bekannt: eine defekte Heizungs- und Lüftungssteuerung, Gefahr von Legionellenbildung aufgrund alter, verzinkter Wasserleitungen, schlechter Zustand der Sanitäranlagen und des Hallenbodens, dazu Sicherheitsprobleme bei den Geräteraumtoren. Bei einer umfassenden Bestandsanalyse wurden außerdem weitere Defizite festgestellt, darunter im Brandschutz, in der Gebäudetechnik, der Dachkonstruktion sowie beim sommerlichen Wärmeschutz.
Geplant ist daher eine umfassende Generalsanierung, die neben der technischen und energetischen Erneuerung auch eine Modernisierung der Nebenräume sowie eine barrierefreie Neugestaltung des Eingangsbereichs umfasst.