Der Behälter enthielt 1000 Liter Natronlauge. Foto: 7aktuell.de/Franziska Hessenauer

Rund hundert Liter ätzende Natronlauge sind am Morgen auf dem Gelände einer Spedition in Ditzingen ausgelaufen. 82 Kräfte waren im Einsatz, um eine Gefahr für die Umwelt zu verhindern.

Ditzingen - Ein lecker, mit ätzender Flüssigkeit gefüllter Behälter ist die Ursache für einen mehrstündigen Feuerwehreinsatz am frühen Morgen im Ditzinger Gewerbegebiet (Kreis Ludwigsburg) gewesen. Die Feuerwehr war gegen 5.15 Uhr auf das Gelände einer Spedition gerufen worden, nachdem die Mitarbeiter aus einem Container tropfende Flüssigkeit bemerkt hatten. Ein mit tausend Liter Natronlauge befüllter Behälter im Container war leck geschlagen.

Hundert Liter Natronlauge ausgelaufen

Laut dem Sprecher der Ditzinger Feuerwehr, Andreas Häcker, liefen rund hundert Liter aus. Die Feuerwehr verwendete Bindemittel, um die Lauge zu beseitigen. Weitere 900 Liter pumpte sie um. Durch die ausgelaufene Lauge habe keine Gefahr für die Umwelt bestanden, betont Häcker. Bei den niedrigen Temperaturen seien keine Dämpfe entstanden, zudem sei der hochkonzentrierte Stoff auch nicht unmittelbar in die Kanalisation gelaufen, sondern erst später und dann verdünnt und damit ungefährlich. Wenngleich der Einsatz für die Feuerwehrleute nicht außergewöhnlich kritisch war, waren zunächst 82 Kräften aus Asperg, Ludwigsburg, Gerlingen und Ditzingen ausgerückt. In Asperg ist ein Gefahrgutzug stationiert. Sie waren vor allem zur Unterstützung angefordert: Die Führungsgruppe arbeitete dem Einsatzleiter zu, die anderen bauten die Infrastruktur auf für die sieben Feuerwehrleute, die unmittelbar im Container beschäftigt waren. Diese sieben trugen beispielsweise spezielle Schutzanzüge, die nach dem Einsatz dekontaminiert werden müssen. Der Einsatz war nach vier Stunden beendet.

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