Der britische Premier Boris Johnson baut sein Kabinett radikal um. Foto: dpa/Paul Ellis

Im Kabinett des Vereinigten Königreichs gibt es so einige Änderungen: Drei Minister und mehrere Staatssekretäre müssen gehen. Der Generalstaatsanwalt tritt zurück – weil Boris Johnson ihn dazu aufgefordert habe.

London - Der britische Premierminister Boris Johnson baut sein Kabinett um: Überraschend hat er am Donnerstag den Minister für Nordirland, Julian Smith, entlassen. Darüber hinaus mussten Wirtschaftsministerin Andrea Leadsom, Umweltministerin Theresa Villiers sowie mehrere Staatssekretärinnen und Staatssekretäre ihren Hut nehmen, wie die BBC am Donnerstag berichtete. Generalstaatsanwalt Geoffrey Cox verkündete via Twitter seinen Rücktritt, nachdem Johnson ihn aufgefordert habe, sein Amt niederzulegen.

Nordirland-Minister Smith war zuletzt für seine Hilfe gelobt worden, den politischen Stillstand in Nordirland zu beenden. Dort hatte es drei Jahre weder eine Regionalregierung noch ein Regionalparlament gegeben. Auf Druck der britischen und der irischen Regierungen begannen die irischen Nationalisten und die britischen Unionisten im Januar wieder eine Zusammenarbeit.

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Großbritannien schied Ende Januar aus der Europäischen Union aus. Nun verhandelt es mit den verbliebenen 27 Mitgliedsstaaten über die künftigen Beziehungen. Bis zum Jahresende soll ein Abkommen vereinbart sein, das Handel und Sicherheit abdeckt. Eine Einigung ist bislang nicht in Sicht. Am 31. Dezember endet die Post-Brexit-Übergangsphase.

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