Bei einem Großbrand auf einem Aussiedlerhof in Remseck am Neckar gelingt es der Feuerwehr, etwa 100 Rinder vor den Flammen zu retten. Foto: www.7aktuell.de | Karsten Schmalz

Beim Brand auf einem Aussiedlerhof in Remseck am Neckar ist am Samstagabend ein Schaden von zirka 800.000 Euro entstanden. Die Feuerwehr kann etwa 100 Rinder vor den Flammen retten. Doch bei den Aufräumarbeiten kommt es zu einer Panne.

Remseck am Neckar - Am Samstagabend ist die Feuerwehr zu einem Großbrand auf einem Aussiedlerhof in Remseck am Neckar (Kreis Ludwigsburg) gerufen worden. Als die Einsatzkräfte eintrafen, stand eine Maschinenhalle bereits in Flammen. Der Brand hatte sich bereits auf einen benachbarten Stall ausgeweitet. Den Wehrleuten gelang es jedoch, etwa 100 Rinder in Sicherheit zu bringen.

Laut Polizei wurde der Brand der Maschinenhalle in der Lembergstraße gegen 22 Uhr entdeckt. Beim Eintreffen der Feuerwehr hatten die Flammen die Stallungen mit dem Milchvieh neben der Halle erreicht. Feuerwehrleute trieben die Tiere in ein Bodensilo, wo sie vor den Flammen sicher waren.

Ein Rind setzte sich jedoch von der Herde ab und beschädigte in Panik ein Einsatzfahrzeug der Feuerwehr. Alle Bemühungen, das Tier wieder einzufangen, schlugen fehl. Es wurde vom Jagdpächter erlegt.

Bagger reißt Stromleitung ab

Nachdem das Feuer gelöscht worden war, sollte ein Bagger bei der Räumung des Brandorts helfen. Bei der Anfahrt kam es jedoch zu einer Panne. Das schwere Gerät blieb in der Hochdorfer Straße an einem Stromkabel hängen und riss es herunter. Das führte zu einem teilweisen Stromausfall in der nahen Umgebung. Der Bagger war nicht mehr einsatzfähig. Ein Ersatzbagger musste mit einem Tieflader aus Freiberg angeliefert werden.

Verletzt wurde bei dem Brand niemand. Weil sich inzwischen Schaulustigen eingefunden hatten, musste die Polizei den Hof weiträumig absperren. Der Sachschaden wird auf mindestens 600.000 Euro geschätzt. Nach bisherigem Ermittlungsstand geht die Polizei von einem technischen Defekt als Brandursache aus.

Die Feuerwehren aus Ludwigsburg, Remseck, Marbach, Kornwestheim und Affalterbach waren mit 27 Fahrzeugen und etwa 120 Einsatzkräften vor Ort.

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