Ein Feuer in Icheon, Südkorea, hat dutzenden Menschen das Leben gekostet. Foto: AFP/HANDOUT

Mehr als 400 Feuerwehrleute kämpften gegen die Flammen. Möglicherweise hat eine Explosion im Keller den Brand ausgelöst.

Seoul - Mindestens 38 Menschen sind bei einem Feuer auf einer Baustelle in Südkorea ums Leben gekommen. Acht weitere wurden mit schweren Verletzungen im Krankenhaus behandelt, wie die Behörden in Icheon bei Seoul mitteilten. Weitere zwei waren leicht verletzt. Rund 30 Arbeiter hätten vor dem Feuer fliehen können, aber mindestens vier würden vermisst.

Mehr als 400 Feuerwehrleute und Rettungskräfte kämpften den Angaben zufolge stundenlang gegen die Flammen. Bilder zeigten Feuerwehrfahrzeuge und mehr als ein Dutzend Krankenwagen. Insgesamt waren rund 120 Fahrzeuge im Einsatz. Das schwer beschädigte Gebäude war auf einer Seite rauchgeschwärzt. Bergungstrupps in Schutzkleidung trugen Leichensäcke heraus.

Die Feuerwehr sucht nach Vermissten

Präsident Moon Jae In wies Feuerwehr und Polizei an, alle verfügbaren Kräfte und Mittel für die Suche nach den Vermissten einzusetzen. Ministerpräsident Chung Sye Kyun besuchte den Ort des Geschehens.

Auslöser des Unglücks war möglicherweise eine Verpuffung bei Arbeiten in einem Kellergeschoss. „Wir nehmen an, dass sich ein Ölnebel entzündet und die Explosion ausgelöst hat“, sagte Feuerwehrchef Seo Seung Hyun. Die plötzliche Verpuffung habe den Arbeitern keine Fluchtmöglichkeit gelassen. „Sie hatten überhaupt keine Kleider mehr am Leib“, sagte Seo. Auch in anderen Stockwerken habe es Tote gegeben. Sie hätten giftige Dämpfe eingeatmet.

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