Die Rauchschwaden von der griechischen Insel Chios reichen sogar bis zur Insel Kreta (Bild) Foto: dpa

In Griechenland brennen wegen großer Hitze und Trockenheit immer mehr Wälder. Besonders schlimm hat es jetzt die Insel Chios erwischt. Den Kampf gegen die Flammen erschwert starker Wind.

Athen/Chios - Dörfer wurden evakuiert, Feuerwehrleute kämpfen in dichten Rauchwolken gegen die Flammen: Am Montag ist im Südwesten der griechischen Urlaubsinsel Chios ein großer Waldbrand ausgebrochen. „Zwei Häuser sind bereits abgebrannt. Der Wind hat am Vormittag etwas nachgelassen - nun ist es Glückssache, ob es auch dabei bleibt“, sagte der Bürgermeister der Insel, Manolis Vournous, dem griechischen Fernsehsender Skai. Für Chios wurde bis auf weiteres der Notstand ausgerufen.

Satellitenbilder von Griechenland zeigten am Montagmorgen gewaltige Rauchwolken, die vom Brandherd aus über das Meer bis hin zur knapp 400 Kilometer entfernten Insel Kreta zogen. Starker Wind heizte die Flammen zusätzlich an, zwischendurch konnten die Löschflugzeuge deshalb nicht starten, Löschzüge der Feuerwehr und private Helfer mussten versuchen, das Feuer vom Boden aus einzudämmen.

Schon jetzt sind Medienberichten zufolge Plantagen mit Mastix-Bäumen verbrannt - Chios ist berühmt für die Ernte des geschmacksintensiven Harzes, das in der Pharmaindustrie sowie bei der Zubereitung von Kaugummi, Getränken und Lebensmitteln zum Einsatz kommt. Erst vor vier Jahren hatte ein Brand auf der Insel mehr als 12 700 Hektar Wald und Felder zerstört, darunter fast 40 Prozent der Mastix-Bäume.

In Griechenland kommt es derzeit wegen großer Hitze, Trockenheit und starkem Wind immer wieder zu Waldbränden; unter anderem brannte es am Wochenende nahe der kretischen Stadt Heraklion und auf verschiedenen anderen Inseln sowie auf dem Festland.

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