Die Obstbaumschneider des OGVs und des Fachwartvereins mit Besuchern, v.l.n.r.: Sonja Hartmann, Götz Schrembs, Erik Schmauser aus Illnau-Effretikon, Oliver Hartstang, Ortsvorsteher Frieder Link, Albrecht Gabler (hinten), Jutta Ziegler (vorne), auf der Leiter Stephan Seidl, Ludwig Siegele, Michael Bötz und Martin Schliereke. Foto: Stadt Großbottwar

OGV, Fachwarte und Stadt Großbottwar pflegen gemeinsam eine Streuobstwiese

Die Stadt Großbottwar, der OGV Großbottwar - Hof + Lembach - Winzerhausen e.V. und der Fachwartverein Ludwigsburg e.V. haben am vergangenen Samstag in einer Gemeinschaftsaktion die Obstbäume auf einer Streuobstwiese im Winzerhäuser Tal gepflegt. Die Obstbaum-Hochstämme wurden durch die geschulten Obstbaumschneider des OGVs und des Fachwartvereins ausgelichtet, verjüngt und hinsichtlich ihrer Baumstatik stabilisiert.

 

Ortsvorsteher Frieder Link war bei der Pflegeaktion anwesend und lobte den Einsatz der ehrenamtlich tätigen Streuobstfreunde. Neben dem Vorsitzenden Oliver Hartstang waren fünf Mitglieder des OGVs vor Ort tätig. Für den Fachwartverein waren Schriftführer Martin Schliereke und drei Fachwarte im Einsatz. Die Stadt Großbottwar war zudem durch den Ökologen Dr. Ulrich Grunicke vertreten.

Die Fläche wurde vom Fachbereich Straßen des Landratsamtes Ludwigsburg für eine Pflegeaktion vorgeschlagen. Das Ziel der Aktion bestand darin, an den Bäumen einen Vitalisierungsschnitt durchzuführen. Neben häufigeren Apfel- und Birnensorten konnten dort auch Exemplare des Speierlings und der Mispel gepflegt werden.

Mit der Aktion sollte außerdem darauf hingewiesen werden, dass Streuobstbäume eine regelmäßige Pflege benötigen. Rund 80 Prozent der Bäume auf der Großbottwarer Gemarkung werden selten oder gar nicht gepflegt. Die mangelnde Pflege der Bäume, aber auch ihr hohes Alter, die Trockenheit, zu wenig nachgepflanzte Jungbäume und verschiedene Baumschädlinge führen zum Zusammenbruch der Streuobstbestände. Aufgrund von Zeitmangel, fehlenden Kenntnissen oder altersbedingt sind viele Grundstückseigentümer nicht in der Lage, die anfallende Pflegearbeiten an den Bäumen durchzuführen.

Es besteht dringender Handlungsbedarf, denn die Streuobstwiesen im Bottwartal und in Baden-Württemberg übernehmen wichtige Funktionen, sowohl für den Naturhaushalt als auch für den Menschen. Sie sind zum Beispiel Lebensraum für zahlreiche bedrohte Tier- und Pflanzenarten, Erholungsraum für die Bürger, Naturerlebnisraum für Kinder und, sie prägen das Orts- und Landschaftsbild.

Die Obstbaumschneider des OGVs und des Fachwartvereins mit Besuchern, v.l.n.r.: Sonja Hartmann, Götz Schrembs, Erik Schmauser aus Illnau-Effretikon, Oliver Hartstang, Ortsvorsteher Frieder Link, Albrecht Gabler (hinten), Jutta Ziegler (vorne), auf der Leiter Stephan Seidl, Ludwig Siegele, Michael Bötz und Martin Schliereke.

Die Stadt Großbottwar und der OGV unterstützen deshalb die Besitzer bei der Pflege und beim Unterhalt ihrer Streuobstwiesen. Bereits zum sechsten Mal wird Ende März in Kooperation mit dem Landschaftserhaltungsverband Ludwigsburg e.V. eine Schnittgutsammelaktionen durchgeführt.

Der OGV organisiert regelmäßig Schnittkurse und Vorträge, um das Wissen rund um die Obstbaumpflege zu erhalten und zu verbreiten. Des Weiteren unterstützt die Bürgerstiftung der Stadt Großbottwar die Beschaffung von Obstbaum-Hochstämmen durch den OGV, um die Nachpflanzung in den Streuobstwiesen zu fördern.

Die Stadt Großbottwar bietet den Bürgern über eine Streuobstwiesenbörse die Möglichkeit, Produkte, Hilfen und Dienstleistungen mit Bezug zu ihren Streuobstwiesen auszutauschen. Über die Internetseite der Stadt sind zusätzlich Infoblätter zum Mistelschnitt, zur Behandlung von Ständertrieben, zur Wiesenpflege und zur Bedeutung von alten Obstbäumen abrufbar.

Die Stadt Großbottwar dankt den Mitgliedern des OGVs und des Fachwartvereins für ihren Einsatz in den Streuobstwiesen. Mona Siegele vom OGV gilt ein besonderer Dank für die Bereitstellung von Speis und Trank.

Bei uns daheim

Die hier veröffentlichten Artikel wurden von Vereinen und Gemeinden, Schulen und Kindergärten, Kirchengemeinden und Initiativen verfasst. Die Artikel wurden von unserer Redaktion geprüft und freigegeben. Für die Richtigkeit aller Angaben übernehmen wir keine Gewähr.