Information und Vor-Ort-Termin
Am Freitag, 17. Oktober, fand auf Initiative der Stadt Großbottwar ein Austausch zum geplanten Photovoltaik-Projekt am Harzberg statt. Bürgermeister Ralf Zimmermann, Wahlkreisabgeordneter Tayfun Tok, MdL und Pia Schmidt vom NABU Baden-Württemberg sowie weitere Vertreter der lokalen Naturschutzverbände führten die Gespräche. Nach einer ausführlichen Besprechung folgte eine Besichtigung der vorgesehenen Fläche für die PV-Anlage.
Bürgermeister Ralf Zimmermann stellte das Vorhaben vor: „Der Gemeinderat und die Stadtverwaltung wollen mit der PV-Anlage einen Beitrag zur Energie-Transformation leisten und gleichzeitig für die Wengerter in Großbottwar tätig werden. Dem Weinbau muss geholfen werden – wir müssen den negativen Entwicklungen etwas entgegensetzen. Dabei kann unser Modellprojekt PV in den Weinbergen helfen.“
Das Projekt sieht eine Kombination aus einer etwa 10 Hektar großen Photovoltaikanlage im Bereich des äußersten Harzberg/ Neuberg sowie mit einer Windkraftanlage vor.
Landtagsabgeordneter Tayfun Tok (Grüne) zeigte sich vom Konzept der Weinbau-PV-Anlage überzeugt: „Gerade im Hinblick auf Klimawandel, Energiewende, Biodiversität und wirtschaftliches Potenzial lassen sich in diesem Projekt viele wichtige Aspekte miteinander verbinden. Ich werde mich für die Umsetzung stark machen.“
Pia Schmidt (NABU) vom Dialogforum Energiewende und Naturschutz betonte die Chancen für den Naturschutz: „Mit der richtigen Standortwahl, einer guten Planung, Ausgestaltung und Pflege einer Freiflächensolaranlage kann Klima- und Naturschutz gemeinsam gedacht werden. Wir freuen uns über die frühe Einbindung der Natur- und Umweltschutzverbände und begleiten dieses Pilotprojekt gerne gemeinsam mit den Ehrenamtlichen.“
Auch Adolf Monninger, Vorsitzender des NABU-Kreisverband Heilbronn und selbst Wengerter, freut sich über die Entlastung der Flächen: „Weniger Belastung durch Düngung und Pflanzenschutzmittel ist ein großer Gewinn für unsere Natur und entspannt dazu den Weinbau.“
Bürgermeister Zimmermann fasste zusammen: „Durch dieses Pilotprojekt können Naturschutz und Energiewende miteinander versöhnt werden. Hier kommen viele positive Ansätze zusammen.“ „Im nächsten Schritt sei es wichtig“, so Zimmermann, „dass die planungsrechtlichen Vorgaben so geändert werden, dass Projekte, wie die PV-Anlage am Harzberg möglich sind.“
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