Am 5. November war es soweit: Die Bäckerei Nestel lud zur Grundsteinlegung für ihre neue Backstube an der L1100 Richtung Sauserhof ein und markierte somit einen wichtigen Schritt für die Stadt Großbottwar und die gesamte Region.
Bei der feierlichen Grundsteinlegung für den neuen Firmensitz des Familienbetriebes waren zahlreiche Mitglieder des Gemeinderats anwesend. Bürgermeister Zimmermann betonte in seiner Ansprache die Bedeutung des Projekts: „Wir freuen uns über den Schritt des renommierten Familienbetriebes, nun seine Produktion und Zentrale nach Großbottwar zu verlagern. Wir stehen als Verwaltung und Rat geschlossen hinter diesem Großprojekt.“
Die Ansiedlung des Unternehmens ist auch für die Stadt von großer wirtschaftlicher Bedeutung. Mit rund 240 Beschäftigten und derzeit elf Filialen trägt die Bäckerei Nestel wesentlich zur Sicherung von Arbeitsplätzen in der Region bei. Die gute Verkehrsanbindung am Ortsausgang Richtung Oberstenfeld und direkt an der Durchfahrtsstraße erleichtert die Logistik und sorgt dafür, dass Produktion und Vertrieb effizient organisiert werden können. Darüber hinaus stärkt das Projekt die regionale Wertschöpfung
Auf einem rund 6000 Quadratmeter großen Areal entsteht ein moderner Gebäudekomplex mit Verkaufsraum, Café, Drive-in-Schalter und einem Fitnessstudio. Damit will das Familienunternehmen nicht nur seine Produktion erweitern, sondern auch neue Maßstäbe in Sachen Arbeitsplatzgestaltung und Nachhaltigkeit setzen. Die Bauarbeiten haben mit der Stabilisierung des Bodens begonnen. Mehr als 400 Betonpfeiler wurden bis zu 14 Meter tief in den Untergrund gerammt, um das Gelände tragfähig zu machen. Der Rohbau soll bis Sommer 2026 stehen, anschließend folgt der Innenausbau. Der Betriebsstart ist für Mai 2027 vorgesehen.
Ein besonderes Augenmerk liegt nach Angaben der Familie Nestel auf modernen Arbeitsbedingungen und Klimaschutz. Teiglinge werden weiterhin von Hand hergestellt, aber mit technischen Hilfen rückenschonend in die Öfen geschoben. „Durch die größere Fläche haben wir zudem die Möglichkeit noch mehr Produkte in Langzeitgare länger reifen zu lassen, dass verbessert die Bekömmlichkeit und den Geschmack“, betont Christian Nestel. Das Gebäude wird ohne klassische Heizung auskommen: Die Abwärme der Öfen und Kühlaggregate wird über große Wassertanks und eine Fußbodenheizung ins Gebäude eingespeist.
Mit großer Erwartung sind wir gespannt auf die erste Brezel, die dann voraussichtlich im Jahr 2027 über die Ladentheke des neuen Unternehmenssitzes gehen wird.
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