Akkordeonorchester feiert 80er-Party Foto: Nejat Günsoy

Akkordeonorchester feiert 80er-Party

Wer Karten für das traditionelle Konzert des Harmonika-Vereins Großbottwar-Oberstenfeld (HVG) vor Weihnachten ergattern konnte, durfte weder etwas Traditionelles noch etwas Weihnachtliches erwarten. Denn; noch während der erste Vorsitzende Julian Weinmann das Publikum begrüßte, lockerte er seine Krawatte und schmiss diese ins Publikum. Ein Befreiungsakt, den das Publikum mit spontanem Applaus quittierte. Im Anschluss verkündete Weinmann, dass jeder Sitzplatz heute ein Joker sei und bereits während des Konzerts einige Stuhlreihen durch Stehtische und freie Fläche, tanzbereit, ersetzt würden.

Warum das Ganze? Der HVG macht Tabula rasa. Aus dem bekannten Unterhaltungskonzert „Musik ist Trumpf“ wird eine schwungvolle 80er-Party; statt 90-minütigem Sitzen fordert der HVG zum Tanz auf; statt üblichem Konzertende nach dem letzten Stück, geht das Konzert in eine Party im Foyer über. „Alles neu...“, so die ersten Worte von Weinmann und er behielt Recht. Neu war das Konzept „Partykonzert“, bei dem Musik gleichermaßen sitzend als auch tanzend, trinkend, mitsingend und feiernd genossen werden konnte, initiiert vom musikalischen Leiter Patrick Stein. Neu war die Jugend, die ihre ersten Auftritte hatte und dabei mutig bei der Moderation selbst zum Mikro griff. Neu war auch die Dirigentin und Akkordeonlehrerin Vanja Cirkovic und ebenfalls neu war die Sängerin Gudrun Weißhardt, die zusammen mit dem Akkordeonorchester das Bürgerhaus in eine rotzige Rockbude verwandelte, die Bühne zum Brennen brachte und das Publikum mitriss. Im Laufe des Konzerts verließen immer mehr sitzende Gäste ihren Platz, folgten dem neuen Konzept und gesellten sich zu den Tanzenden, die beim Erkennen der ersten Takte eines Liedes lauthals jubelten und die Stimmung weiter anheizten. Nicht neu: Bürgermeister Markus Kleemann tanzte in der ersten Reihe und sang alle Lieder von Herbert Grönemeyer, Jon Bon Jovi, über Tina Turner, Bryan Adams, den Toten Hosen bis hin zu den bekanntesten InterpretInnen der Neuen Deutschen Welle textsicher mit. Die ausgelassene Stimmung erreichte ihren Höhepunkt in den vom Publikum lautstark geforderten Zugaben, sodass die Enttäuschung groß war, als das Konzert wirklich sein Ende erreichte. Die Gäste wurden jedoch direkt als Menschenschlange in einer Conga-Line, passend zum letzten Musikstück, in die Disco ins Foyer geführt, wo im Anschluss bis tief in die Nacht zu 80er-Hits getanzt wurde. Machen Sie sich gefasst und verfolgen Sie auf der Webseite www.hvgonline.de, was dem HVG wohl als nächstes einfällt! Die Orchester freuen sich schon auf Ihren Besuch beim kontrastreichen Frühjahrskonzert am 4. Mai.

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