Die Halle war voll besetzt, als der Harmonika-Verein Großbottwar-Oberstenfeld zu „GO live! – Das Akkordeon-Party-Konzert“ einlud. Schon vor Beginn wurde klar: Dieser Abend sollte mehr sein als ein traditionelles Orchesterkonzert. Farbenfrohe Beleuchtung, zahlreiche Details im Saal und eine lebendige Atmosphäre ließen erahnen, was folgen würde.
Der erste Vorsitzende Julian Weinmann eröffnete das Konzert und erklärte das Konzept hinter dem Titel. „GO“ steht für Großbottwar und Oberstenfeld, eine Bekenntnis zur gemeinsamen musikalischen Heimat. „Live“ steht für Musik ohne doppelten Boden, vollständig auf der Bühne gespielt, mitten im Moment. Ergänzt wurde das Ganze durch die Hitstar‑Edition: ein Musikquiz, das als roter Faden durch den Abend führte und für besondere Interaktion zwischen Bühne und Publikum sorgte.
Ein Abend, der mit Nachwuchs beginnt
Den musikalischen Auftakt gestalteten die jüngsten Mitglieder des Vereins. Die Racker zeigten unter der Leitung von Karin Groß, wie viel Begeisterung und Konzentration bereits im frühen Alter möglich sind. Ihre Stücke wurden mit herzlichem Applaus aufgenommen – ein deutliches Zeichen für die Wertschätzung der intensiven Jugendarbeit.
Anschließend übernahm der Quizmaster Patrick Stein die Bühne, der gleichzeitig auch Dirigent des Ersten Orchesters ist. Mit Charme und Witz verband er die Musikbeiträge mit den Quizrunden. Die Gäste rieten mit, lachten und feuerten sich gegenseitig an. Schon zu diesem Zeitpunkt hatte der Abend eine Leichtigkeit, die man selten in klassischen Konzerten erlebt.
Vom Jugendorchester zum Udo‑Jürgens‑Medley
Das Jugendorchester, unter der Leitung von Vanja Cirkovic Maksimovic, übernahm mit „Hijo de la Luna“ und sorgte für einen ruhigen, getragenen Moment im Programm. Viele Gäste summten mit oder wiegten im Takt – eine stille Verbundenheit zwischen Bühne und Publikum.
Das Freizeitorchester, unter der Leitung von Evgenij Sokolkov machte anschließend mit bekannten Titeln wie „Comedian Harmonists“ und „Sofia“ von Álvaro Soler weiter und brachte spürbare Bewegung in die Reihen.
Danach betrat das Erste Orchester erstmals die Bühne. Unter der Leitung des Quizmasters und Dirigenten präsentierten die Musikerinnen und Musiker ein umfangreiches Udo‑Jürgens‑Medley. Kraftvoll, harmonisch und präzise dargeboten begeisterte es das Publikum und setzte einen klaren musikalischen Akzent.
Eine zweite Hälfte, die zur Konzertparty wird
Nach der Pause veränderte sich der Charakter des Abends sichtbar. Ein Teil der Bestuhlung wurde entfernt, sodass viele Besucherinnen und Besucher näher an die Bühne rückten. Nebel, Lichteffekte und bewegte Laser sorgten für eine Atmosphäre, die an Pop‑Konzerte erinnerte.
Mit „Let Me Entertain You“ startete die zweite Hälfte energiegeladen. Die Sängerinnen Jule Liebig und Yvonne Luithlen traten hinzu und sorgten gemeinsam mit dem Orchester für ein kraftvolles Klangerlebnis, das die Halle füllte. Es folgten Titel wie „Lemon Tree“ und „Highway to Hell“, die die Stimmung weiter steigen ließen.
Beim abschließenden Schlagerblock erreichte der Abend seinen emotionalen Höhepunkt: Eine spontane Polonaise bildete sich vor der Bühne, angeführt von einer der Sängerinnen. Das Orchester spielte weiter, während im Saal gelacht, gesungen und getanzt wurde.
Ein Konzert, das verbindet
Der Abend machte deutlich, wie vielseitig Akkordeonmusik sein kann. Er zeigte, wie Nachwuchsarbeit, Orchesterqualität und moderne Präsentation in Oberstenfeld zu einem lebendigen musikalischen Erlebnis verschmelzen.
Gleichzeitig wurde sichtbar, welch starke Gemeinschaft hinter diesem Konzert steht – von den jüngsten Musikerinnen und Musikern bis hin zu den Aktiven im Ersten Orchester.
Wer nicht dabei sein konnte, darf sich über den bereits erschienenen Live-Mitschnitt auf YouTube unter hvGO_live freuen.
Bericht: Robin Pantle
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