Der Daimler-Knoten zwischen Böblingen und Sindelfingen. Foto: factum/Granville

Die Arbeiten an der Böblinger Hauptverkehrsachse, die zum Autokonzern Daimler und in das Gewerbegebiet Hulb führt, haben begonnen. Nun wird die Kreuzung gesperrt.

Böblingen/Sindelfingen - Für Autofahrer wird die Sanierung der Daimlerkreuzung unangenehm. Vom Dienstag an muss der Verkehrsknoten für die Arbeiten gesperrt werden. Die Kreuzung liegt auf dem Weg zwischen der Böblinger Mitte und dem Stadtteil Dagersheim. Im Volksmund wird von der Daimlerkreuzung oder dem Daimler-Knoten gesprochen. Sie ist außerdem die zentrale Zufahrt zum Gewerbegebiet Hulb, damit zur Firma Daimler. Die vorbereitenden Arbeiten mit Teilsperrungen hatten vor einer Woche begonnen.

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Im November soll der Verkehrsknoten runderneuert sein. Von September an sind nur noch Teilsperrungen nötig. Die lange Bauzeit von acht Monaten ist vor allem der Haltbarkeit des Straßenbelags geschuldet. Er wird nicht aus Asphalt gegossen, sondern aus Beton. Der Baustoff härtet langsamer aus, hält aber den Belastungen des Schwerlastverkehrs wesentlich besser stand. Gemäß Mitteilung des Landratsamts wird die Kreuzung jahrzehntelang nicht mehr erneuert werden müssen. Zurzeit ist der Sanierungsbedarf offenkundig. Durch den Straßenbelag ziehen sich tiefe Spurrinnen.

Schwippebrücke wird saniert

Auch die angrenzende Schwippebrücke der Stadt Sindelfingen muss wegen der Schäden an der Tragwerkskonstruktion saniert werden. Im Zuge dessen wird ebenfalls die komplette Fahrbahn erneuert.

Das Vermessungsamt wird die Arbeiten mit einer Drohne kontrollieren. Deren Bilder sollen den Einsatz von Mitarbeitern ersetzen, die sich sonst durch den fließenden Verkehr bewegen müssten, um den Baufortschritt zu überwachen. Für den Landrat Roland Bernhard bedeutet der aufwendige Umbau eine „konkrete Wirtschaftsförderung für die Firma Daimler und die Industrie- und Logistikunternehmen im Gewerbegebiet Hulb“. Für die Fahrbahnen werde Beton verwendet, mit dem eine äußert tragfähige, haltbare und besonders ebene Fläche hergestellt werden könne, so der Landrat. Der Nachteil sei, dass das Baumaterial lange aushärten müsse, wodurch eine längere Bauzeit als gewöhnlich erforderlich sei. Im November sollen die Arbeiten beendet sein.

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