Das Forschungszentrum Jülich, Kooperationspartner der Uni, hatte einen Zeppelin aus Friedrichshafen gechartert. Foto: imago images/Future Image/Robert Schmiegelt

Ein Zeppelin aus Friedrichshafen hat am Samstag in einigen hundert Metern Höhe die Stuttgarter Luftqualität gemessen. Ein besonderes Augenmerk legten die Wissenschaftler auf Luftverunreinigungen wie Feinstaub, Ruß und Kohlenmonoxid.

Stuttgart - Ein ganzes Arsenal an Messfahrzeugen haben Wissenschaftler des Forschungszentrums Jülich und der Universität Stuttgart am Samstag aufgeboten, um die Luftqualität in und um die Stadt zu messen. Neben dem fest installierten Messcontainer am Marienplatz kamen zwei sogenannte Mobile Messlabore zum Einsatz, also mit allerlei teuren Gerätschaften ausgestattete Lieferwagen, sowie ein E-Bike.

Das Highlight der groß angelegten Aktion schwebte dann am Nachmittag über den Kesselrand: Das Forschungszentrum Jülich, Kooperationspartner der Uni, hatte einen Zeppelin aus Friedrichshafen gechartert, um auch in einigen hundert Metern Höhe messen zu können. Das sei zwar teuer, erklärte Dieter Klemp vom Forschungszentrum, lohne sich aber. „Der Zeppelin ist ein ideales System zur Messung, weil er langsam und mit dem Wind fliegt“, so Klemp.

Luftverunreinigungen wie Feinstaub, Ruß und Kohlenmonoxid

Üblicherweise werde nur an nur einem Punkt gemessen wie etwa am Neckartor, ergänzte Ulrich Vogt, Leiter der Abteilung „Reinhaltung der Luft“ des Instituts für Feuerungs- und Kraftwerkstechnik der Uni Stuttgart. „Wir nehmen nun die räumliche Verteilung mit in die Messung auf. Und durch den Einsatz des Luftschiffes wissen wir dann auch, wie es in der Höhe aussieht“, so Vogt.

Ein besonderes Augenmerk legten die Wissenschaftler auf Luftverunreinigungen wie Feinstaub, Ruß und Kohlenmonoxid. Die Messungen fanden im Rahmen des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Projekts „Stadtklima im Wandel“ statt. Sein Ziel ist die Entwicklung eines modernen und effizienten Stadtklimamodells.

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