Bei den Titelkämpfen in Albanien muss sich Lucas Lazogianis lediglich dem späteren neuen Weltmeister geschlagen geben.
Aus Sicht des Vereinssprechers Stefan Stiber handelt es sich um den „ größten sportlichen Erfolg, den wir jemals erreicht haben“. Und das will etwas heißen, sind die Ringer der SG Weilimdorf zuletzt doch überhaupt von einem Höhepunkt zum nächsten geeilt. Genannt seien nur der letztjährige erstmalige Mannschaftsaufstieg in die Regionalliga und die aktuelle dortige Tabellenführung. Aber eine Medaille bei einer Weltmeisterschaft? Das ist dann in der Tat noch einmal etwas anderes. Diese hat Lucas Lazogianis nun eingeheimst. Von den U-23-Titelkämpfen aus Tirana kehrt der Youngster mit Bronze heim – für ihn selbst ein weiterer internationaler Coup, nachdem er im März bei der Europameisterschaft in seiner Gewichtsklasse ebenfalls den dritten Platz belegt hatte.
Aktuell musste sich Lazogianis nur dem späteren neuen Weltmeister Pavel Hlinchuk aus Belarus geschlagen geben. Seine drei anderen Kämpfe der 98-Kilogramm-Kategorie gewann der Griechisch-römisch-Spezialist, vor allem jenen um Platz drei gegen den Armenier Hayk Kloyan. Mit einem 5:3-Punktsieg sicherte er sich die Medaille. In seinem Auftaktkampf hatte Lazogianis in dem ungarischen Olympia-Fünften Alex Szoke gleich einen der schwersten Brocken aus dem Weg geräumt.
Wer sich indes wundert, dass der Erfolgreiche in dieser Saison noch kein einziges Mal in der Weilimdorfer Mannschaftsaufstellung aufgetaucht ist, für den gibt es eine einfache Erklärung: Für seinen Stammverein tritt Lazogianis mittlerweile nur noch in Einzelwettbewerben an. Im Ligabetrieb ist er auf höhere Ebenen enteilt: Erst ging er in Urloffen auf die Matte. Nun, seit diesem Jahr, steht er als Neuzugang beim deutschen Vizemeister ASV Schorndorf unter Vertrag, erneut in der Bundesliga. Neben seinem Leistungssport studiert Lazogianis in Heidelberg.