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Ist Alufolie wirklich schädlich? Und was gilt, wenn Fett in die Grillkohle tropft? Wer ein paar Tipps beachtet, grillt gesünder. Ein schneller Überblick.

Stuttgart - Wie gesund ist Grillen wirklich? Und worauf sollte man achten. Mit diesen Tipps sind Sie gut für die kommende Grillsaison gerüstet.

Holzkohle

Glut, Feuer, Rauch – echtes Grillen geht nur mit Holzkohle. So denkt jedenfalls mancher Grillfan. Experten halten das jedoch für Unsinn: Zumindest geschmacklich gebe es zwischen Holzkohle-, Gas- und Elektrogrills keinen Unterschied. Sobald die Holzkohlen durchgeglüht und damit einsatzfähig ist, sind alle Aromastoffe verbrannt. „Glühende Kohle gibt keine Geschmacksstoffe ab“, sagt Stephan Scherfenberg von der Stiftung Warentest. „Auf was es geschmacklich ankommt, sind die Röstaromen. Die können genauso gut auf dem Gas- oder Elektrogrill entstehen.“

Alufolie

Auch in Sachen Gesundheit nehmen sich die verschiedenen Grill-Methoden nichts. Der Stiftung Warentest zufolge gehört Grillen grundsätzlich zu den gesündesten und bekömmlichsten Zubereitungsarten von Lebensmitteln – denn beim Grillen wird weder Fett noch Öl gebraucht. Wichtig ist jedoch die richtige Handhabe: So darf etwa beim Grillen kein Fett ins Feuer tropfen, denn dann entsteht gesundheitsschädliches Acrylamid. Und auf die Verwendung von Alufolie sollte man beim Grillen tunlichst verzichten. Denn die Aluminiumverbindungen, die beim Kontakt der Alufolie mit Säure oder Fett entstehen können, sind unter Umständen krebserregend.

Garen

Außerdem sollte man darauf achten, das Grillgut gut durchzugaren – sonst drohen Infektionen mit allen möglichen Arten von Keimen. Untersuchungen zufolge ist beispielsweise jedes zweite Putenschnitzel aus dem Supermarkt mit antibiotikaresistenten Keimen kontaminiert – und denen lässt sich nur mit ausreichendem Erhitzen beikommen.

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