Der mazedonische Ministerpräsident Zoran Zaev Foto: AP

Das Parlament von Mazedonien will, dass Mazedonien künftig Nordmazedonien heißt. Bei der neuen Namensgebung ist die Abmachung mit Griechenland wohl erfüllt.

Skopje - Das mazedonische Parlament hat einer Umbenennung des Landes in Nordmazedonien zugestimmt. Damit erfüllt Mazedonien seinen Teil einer Vereinbarung mit Griechenland. Bei dem historischen Votum stimmte die erforderliche Zweidrittelmehrheit der Abgeordneten für die Namensänderung. Nun muss noch das Parlament in Athen der Vereinbarung zwischen dem griechischen Regierungschef Alexis Tsipras und dem mazedonischen Ministerpräsidenten Zoran Zaev zustimmen.

Hinter dem jahrelangen Namensstreit stand die Furcht Athens, der Nachbarstaat könnte mit der Landesbezeichnung Mazedonien Ansprüche auf die nordgriechische Provinz Makedonien erheben. Bei der UNO firmierte der Staat deshalb bislang unter dem Namen Frühere jugoslawische Republik Mazedonien, englisch abgekürzt FYROM. Wegen des Konflikts blockierte Griechenland bis zuletzt eine Aufnahme des Landes in die EU und die Nato-Militärallianz.

Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) erklärte, er setze nun darauf, dass auch das griechische Parlament der Vereinbarung zustimmen werde. Dann könne das Land Nordmazedonien „bald der Nato beitreten und Beitrittsgespräche mit der EU eröffnen“.

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