Laut Athina Giasta ist die Auswahl an Cafés in Griechenland größer als in Deutschland. Foto: Annina Baur

Ohne Kaffee geht in Griechenland nichts. Ob Mokka, Frappé, Café freddo oder Filterkaffee – der Grieche liebt ihn in allen Variationen und er braucht viel davon. Das erzählt Athina Giasta, und die muss es wissen, denn sie ist Griechin.

Bad Cannstatt - Ohne Kaffee geht in Griechenland nichts. Ob Mokka, Frappé, Café freddo oder Filterkaffee – der Grieche liebt ihn in allen Variationen und er braucht viel davon. Das erzählt Athina Giasta, und die muss es wissen, denn sie ist Griechin. „Das Kaffeetrinken ist bei uns eine Wissenschaft für sich“, sagt sie.

„Es gibt sehr viele Variationen“

Die Unterschiede zu Deutschland seien groß. Das gehe schon bei der Menge des angebotenen Kaffees los. „Es gibt sehr viele Variationen“, erzählt sie. Die erwähnten Sorten gebe es heiß und kalt oder mit verschiedenen Aromen – die Karten in den Cafés seien üppig. „Ich persönlich finde aber, Kaffee sollte nach Kaffee schmecken“, sagt Giasta. Die Auswahl an Cafés sei in Griechenland größer. Auch seien sie viel schöner eingerichtet, findet die 30-Jährige. Die Besitzer investieren in Griechenland mehr Geld, sagt sie. Das könnten sie, weil sie längere Öffnungszeiten hätten als in Deutschland, aber auch „weil der Kaffee teurer ist.“

„Die Griechen schwätzen viel mehr beim Trinken“

Ein Grieche könne schon mal sehr lange vor einer Tasse Mokka oder Frappé sitzen. Das müsse man aber auch, denn der Kaffee in Griechenland sei sehr stark. „Eine deutsche Freundin konnte nach einem griechischen Kaffee nicht schlafen“, erzählt Giasta und grinst. Das liege aber auch daran, dass die Deutschen ihrer Meinung nach ihren Kaffee viel zu schnell trinken. Es sei typisch für Deutschland, dass auch das Kaffeetrinken wie ein Termin hektisch abgearbeitet werde. „Die Griechen schwätzen viel mehr beim Trinken.“ Denn eigentlich gehe es gar nicht um den Kaffee, gibt Giasta zu, „es geht vor allem ums Zusammenkommen“.

Kolumne:
Athina Giasta ist in Griechenland geboren und in Deutschland aufgewachsen. Zehn Jahre lang hat die 30-Jährige in Athen gelebt und ist vor einigen Monaten nach Deutschland zurück gekehrt. Nun lebt und arbeitet sie in Bad Cannstatt. Regelmäßig lässt sie die Redaktion an ihrem Leben teilhaben, das in zwei Kulturen spielt.

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