Angehörige und Freunde trauern um die Opfer am Grenfell Tower in London. Foto: PA Wire

Nach dem verheerenden Hochhausbrand im Londoner Grenfell Tower ist die Zahl der Opfer am Montag auf 79 gestiegen. Dies gab Stuart Cundy von der Londoner Polizei am Montag vor Medienvertretern bekannt.

London - Großbritannien hat mit einer Schweigeminute der mindestens 79 Menschen gedacht, die bei dem Hochhausbrand in der vergangenen Woche umkamen oder seitdem vermisst werden. Am Grenfell Tower verneigten sich Mitglieder der Bergungsmannschaften, die in dem ausgebrannten Hochhaus nach Opfern suchen.

Zuvor sagte Polizeichef Stuart Cundy, das nun wohl mit 79 Toten gerechnet werden müsse. Bis Montag war von 58 Toten und Vermissten ausgegangen worden. Nach Einschätzung der Behörden gibt es für Vermisste, die während des Infernos am Mittwoch im Grenfell Tower waren, keine Hoffnung mehr.

Cundy sagte, es sei schwer, die von dem Feuer angerichtete Verwüstung in Worte zu fassen. Am Sonntag hatten zwei Kabinettsmitglieder, Handelsminister Greg Hands und Schatzminister Philip Hammond, gesagt, die an dem 24-stöckigen Gebäude angebrachte Verkleidung sei baurechtlich womöglich gar nicht zulässig gewesen. Cundy sagte am Montag, die Polizei gehe auch dem Verdacht von Straftaten im Zusammenhang mit dem Feuer nach.

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