Nach schwerer Haft in Russland konnten Aktivisten der Umweltschutzorganisation Greenpeace wieder nach Hause fahren. Deren Protest richtete sich gegen Ölbohrungen in der Arktis.

Nach schwerer Haft in Russland konnten Aktivisten der Umweltschutzorganisation Greenpeace wieder nach Hause fahren. Deren Protest richtete sich gegen Ölbohrungen in der Arktis.

Moskau - Nach 100 Tagen in der harten Hand der russischen Justiz haben die ersten Mitglieder der Organisation Greenpeace mit den langersehnten Ausreisepapieren Russland verlassen. „Mindestens sieben der rund 30 Aktivisten sind bereits nach Hause gefahren, die restlichen Ausländer folgen in den nächsten Tagen“, sagte Russlands Greenpeace-Direktor Iwan Blokow am Freitag. Trotz der „schweren Haft“ nach ihrem spektakulären Protest gegen Ölbohrungen in der Arktis wollten alle Aktivisten weiter gegen Umweltzerstörung kämpfen. „Wir rechnen nun damit, dass uns die Behörden auch das beschlagnahmte Schiff „Arctic Sunrise“ bald zurückgeben“, sagte er.

Die Justiz hatte nach einer Amnestie die Verfahren wegen Rowdytums gegen die Aktivisten eingestellt. Die Crew des unter niederländischer Flagge fahrenden Schiffs hatte am 19. September an einer Ölplattform des russischen Staatskonzerns Gazprom gegen Umweltzerstörung in der Arktis protestiert. Nach ihren Festnahmen hatten sie wochenlang in Haft gesessen, ehe sie auf Kaution freikamen. Bei einer Verurteilung hätten sie bis zu sieben Jahre in ein Straflager kommen können.

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