Der Bereich rund um das Priesterhaus unterhalb der Grabkapelle ist vorsorglich abgesperrt worden. Der Schaden am Dach muss erst untersucht werden. Foto: Mathias Kuhn

Normalerweise ist das Informations- und Besucherzentrum der Grabkapelle sonntags geöffnet. Doch am 10. März bleibt das Priesterhaus geschlossen. Grund dafür ist ein Sturmschaden am Dach.

Rotenberg - Seit diesem Winter öffnen die Staatlichen Schlösser und Gärten (SSG) Baden-Württemberg das Priesterhaus, das Informations- und Besucherzentrum der Grabkapelle in Rotenberg, immer an den Sonntagen für Gäste, die sich über das Bauwerk informieren wollen. Normalerweise stehen für die vielen Spaziergänger am Württemberg dann auch die Toiletten im Gebäude von 12 bis 16 Uhr zur Verfügung. Doch am kommenden Sonntag wird das nicht der Fall sein: Wegen eines Sturmschadens muss das Priesterhaus am 10. März geschlossen bleiben – und damit auch die Gästetoiletten, teilt die Schlösserverwaltung mit. Aktuell ist der Bereich um das historische Gebäude zur Sicherheit der Besucherinnen und Besuch mit einem Band weiträumig abgesperrt. Denn: „Es besteht die Gefahr, dass einzelne Dachziegel, die von den Windböen gelöst wurden, herunterfallen“, informiert SSG-Sprecher Frank Thomas Lang.

Schieferplatten vom Dach gefegt

Wie berichtet, fegte am vergangenen Montag Sturmtief Bennet mit Windgeschwindigkeiten von rund 90 Kilometern pro Stunde über Stuttgart hinweg und richtete zahlreiche Schäden an. Auch an den Folgetagen war es zeitweise böig mit Windstärken von 5 bis 7. Das blieb nicht ohne Folgen auf dem 410 Meter hohen Württemberg. Kapellenverwalterin Christiane Grau zeigt auf das Priesterhaus unterhalb der Grabkapelle: „Auf der Rückseite haben Sturmböen einige Schieferplatten vom Dach gefegt.“ Die zerbrochenen Teile hat sie bereits weggeräumt. Auch eine mobile Toilette von Bauarbeitern ist umgekippt, hölzerne Hinweisschilder zur Grabkapelle wurden wie Streichhölzer abgeknickt.

Ausmaß des Schadens noch unklar

Wie hoch der Reparaturbedarf und der Schaden am 2017 neu eröffneten Priesterhaus sind, lässt sich nach Angaben von SSG-Sprecher Lang derzeit nicht einschätzen. „Das muss erst noch untersucht werden. Im Moment können wir nun absperren, da wir nicht wissen, wie viel Fläche des Daches betroffen ist.“ Das Amt Stuttgart des landeseigenen Betriebes Vermögen und Bau Baden-Württemberg habe die Untersuchung bereits veranlasst. Wie lange das Besucherzentrum gesperrt sein wird, sei im Moment nicht absehbar. „Wir geben Bescheid, sobald wir etwas Konkretes wissen“, kündigt Lang an.

Die Grabkapelle auf dem Württemberg selbst ist noch ganz offiziell geschlossen. Die Saison beginnt erst am 1. April. Der Weg hinauf zum Mausoleum ist indes freigeben: Mitarbeiter der Wilhelma, die für die Gartenarbeiten rund um die Grabkapelle zuständig sind, haben sämtliche Bäume nach dem Sturm vorsorglich kontrolliert.

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